Abschlussparty von Mini-Salzburg 2019

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Kiku
07/14/2019

„Mama, geh ins Elterncafé, ich hab keine Zeit!“

Am Wochenende ging die neunte Kinderstadt Mini-Salzburg zu Ende. Eine Art Bilanz.

„Mama geh ins Elterncafé, ich muss arbeiten, ich hab gar keine Zeit.“ Ernsthaft und gleichzeitig lustvoll anregend „Leben spielen“, das ist das Motto von Kinderstädten weltweit. Auch in Mini-Salzburg tauchen die Kinder und Jugendlichen tief ein in ihre Spielstadt, wo sie spielend Demokratie, Wirtschaft und Gesellschaft lernen.

Diese Woche war auch die erstmalige Spielstadt in der Nordbahnhalle in Wien zu Ende gegangen, gegen Ende der Sommerferien steigt dann wieder die einwöchige Kinderstadt im Wiener Rathaus – mit täglichen Wahlen.

Bereits zum 9. Mal hatte Mini-Salzburg heuer drei Wochen lang offen. Dieses Wochenende wurden die Stadt-Tore in der Salzburger Eisarena wieder geschlossen. Rund 7.000 Bürger_innen haben die Kinderstadt bevölkert, im Schnitt waren 1.000 Kinder täglich in ihrer Stadt. Klima, Umweltschutz und Mülltrennung waren als zentrale Themen sehr präsent.

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Grenzen überwinden

„Es ist faszinierend, wie die Kinder und Jugendlichen in ihren Jobs und ihrem Tun aufgehen. Es ist wieder gelungen, sie über Altersgrenzen, Bildungsbiographien, Sprachen, Kulturen und Heimatgemeinden hinweg in ein gemeinsames Ganzes zu integrieren, das erwachsene Beobachter_innen oft überrascht“, resümiert Petra Burgstaller vom Verein Spektrum, der Mini-Salzburg ins Leben gerufen hat und alle zwei Jahre betreut.

„Wir haben äußerst viele positive Rückmeldungen und Wertschätzung von Politiker_innen, Sponsor_innen und Eltern - aber auch von den Besucher_innen der Pädagogischen Werktagung – erfahren“, ergänzt Spektrum-Geschäftsführer Thomas Schuster in einer Presseaussendung zum erfolgreichen Abschluss der neunten Salzburger Kinderstadt.

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Zahlen, Daten, Fakten

In dieser Aussendung werden auch ein paar Fakten übermittelt:  

Zwölf Kinder mit Regierungserfahrung: Einmal wöchentlich wählen die Kinderstadt-Bürger_innen ihre Regierung.
41 Kinder wurden zu Streitschlichter_innen ausgebildet.
Bei der zweiten „Fridays for Future“-Demo in der Kinderstadt nahmen fast 70 Kinder teil.
86 eigene Unternehmen wurden in den drei Wochen gegründet, darunter das erste Kino, eine Wahrsagerei, ein Tattoo-Studio, Berufsberatung und eine Zeitung. Die Forschungsstation hat ein kleines Klavier mit 5 Tasten und ein großes mit 11 Tasten gebaut, die Denkfabrik hat über 500 Komplimente verteilt.

150 Erste-Hilfe-Kurse im Kinderstadt-Krankenhaus
2.100 Mini-Salzburg-E-Cards ausgestellt
An einem durchschnittlichen Tag wurden in der Gastro 1.845 Becher abgespült und im Erwachsenen-Café insgesamt wurden 6.500 Kugeln Eis verkauft.

In der Elektrowerkstatt wurden 50 Elektrogeräte repariert, Vibrobots, Ventilatoren, LED-Schilder, „Buzzer“, Smileys, Elektroschrott-Skulpturen aus Handyschrott und Heißer-Draht-Spiele gebaut

Im Medienlabor wurden 125 Logos entworfen und 143 Beiträge auf der online-Seite veröffentlicht, 6 Fahrzeuge mit insgesamt 18 Sitzplätzen wurden beim Fahrzeugbau gebaut - alle ohne Motor. 100 Kinder haben den Führerschein gemacht, das auffälligste Fortbewegungsmittel war die „Plastika“ - ein aus XXX Plastikflaschen upgecycelter Katamaran.

Weiters gab es Flashmobs, Silly Walks und 90 Talente-, Quiz- und Modeshows in 14 Tagen sowie die obligatorische Riesenparty zum Abschluss. In der dritten Spielwoche hat die Malerei die Welt nicht nur bunter gemacht, sondern auch viel Glitzer in die Eisarena gebracht. Zahleiche Besuche aus den Partnerstädten wie Mini-München und eine Delegation aus China rundeten das Programm ab.

50.000 Salettis – so die Währung von Mini-Salzburg – Steuern
76 Hochzeiten
Eine Scheidung
15 Adoptionen

Zum Abschluss noch ein Zitat aus der Zeitung „Kinder-Flash“ vom letzten Tag der diesjährigen Kinderstadt: „Es ist wie die beste Schule. Es kann nicht besser werden.

https://minisalzburg.spektrum.at/