Kiku 09.04.2018

Eine Insel mit zwei Bergen - und einer Lok

© Bild: warner bros.

Jungreporterin über die Real-Verfilmung von Michael Endes "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer".

„Lummerland ist ungefähr doppelt so groß wie unsere Wohnung“, schrieb Michael Ende in seinem Roman. Lummerland ist eine Außenkulisse in den Filmstudios Babelsberg. Dort kann das Inseldorf seit dem 13. April 2017 als fester Bestandteil der Studiotour des Filmparks Babelsberg besucht werden.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer © Bild: warner bros.

Der obere Teil der Berge sowie das Meer, das Königsschloss und ein Teil der Eisenbahnstrecke wurden später digital am Computer ergänzt. Der Hauptbahnhof, der Kaufladen und Herrn Ärmels Haus mit Vorgarten sind jedoch in Originalgröße gebaut worden. Die Dächer wurden mit Dachziegeln gedeckt, die von einer alten Scheune stammten.

Regisseur Dennis Gansel war es wichtig, Lummerland als einen Ort zu zeigen, an dem Jim Knopf sich rundum wohl fühlt. Kostümbildnerin Ute Paffendorf stattete Uwe Ochsenknecht, der den König spielt, mit einem königlichen Bademantel und einer goldenen Krone aus, allerdings baute Produktionsdesigner Matthias Müsse für den König kein eigenes Schloss. Das entstand erst später am Computer. Das Thronzimmer wurde jedoch in einer Villa in Berlin Wannsee eingerichtet.

Christoph Maria Herbst spielt den treuesten Untertanen von König Alfons, dem Viertel vor Zwölften. Die Lokomotive Emma transportiert auf Lummerland die Dinge hin und her. Obwohl die alte Eisenbahn weder Personen, noch Güterwaggons zieht. Emma spielt eine der Hauptrollen im Film, betont Regisseur Dennis Gansel. Es gab vier verschiedene Emmas. Die wurden je nach Bedarf in Deutschland und Südafrika für unterschiedliche Anforderungen benutzt. Scheinwerfer, Stoßstange und Puffer verleihen Emma ansatzweise ein Gesicht. Die Lokomotive ist der Grund, warum Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer,  Lummerland verlassen. Der König meint, die Insel sei zu klein, deshalb muss entweder Jim oder Emma weg, die eh schon alt ist und öfters ausfällt, erklärt der König.

Weil Lokomotiven nicht unbedingt wassertauglich sind, spült das Meer Jim, Lukas und Emma an den Sandstrand des asiatischen Kaiserreiches Mandala. Die Kaiserstadt Ping füllte die gesamte Marlene-Dietrich-Halle der Filmstudios aus und war eine der größten und teuersten Filmkulissen der deutschen Kinogeschichte. Für die Straßenszene wurden über Medien asiatische Statisten und Kleindarsteller gesucht, die im Großraum Potsdam und Berlin leben. Jedes Kostüm ist handgemacht, jede Perücke handgeknüpft. Eine Besonderheit in Mandala ist, dass die Größe der Bewohner von 1,80 Meter bis 20 Zentimeter reicht. Prinzessin Li-Si ist die entführte Tochter des Kaisers von Mandala. Jim und Lukas begeben sich zusammen mit Emma auf die Suche nach der Prinzessin.

Mehr möchte ich nicht verraten. Der Film ist voller Überraschungen, spannend und auch sehr lustig.
Zahra Jasmin H., 10

 

( kurier.at ) Erstellt am 09.04.2018