Balance

Ulla Grünbacher

Je knapper das Wohnungsangebot, desto eher können Vermieter sich aussuchen, wer einzieht.

von Mag. Ulla Grünbacher

über Mieter und Vermieter

Erschwinglicher Wohnraum in Städten ist knapp geworden. Ist das Kunststück, eine passende Wohnung zu finden, geglückt, nimmt man einige Kompromisse in Kauf. Viele würden sich sogar von ihrem Haustier trennen, wenn das nötig ist, geht aus der Umfrage eines deutschen Immobilienportals hervor.

Verbietet der Vermieter der neuen Wohnung die Haltung von Hunden, wäre ein Drittel der Befragten bereit, sich schweren Herzens von dem vierbeinigen Familienmitglied zu trennen. 2006, als Wohnungen in städtischem Bereich weniger knapp und teuer waren, erklärten nur 17 Prozent ihre Absicht zu diesem Schritt.

Denn die Haltung von Hunden und Katzen kann im Mietvertrag untersagt sein. Fische, Hamster und Wellensittiche können ohne Zustimmung des Vermieters einziehen.

Je knapper das Wohnungsangebot, desto eher können Vermieter sich aussuchen, wer einzieht. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am Markt hält die Balance zwischen Wünschen des Vermieters und des Mieters. Dann sind beide Seiten froh, einen Mieter/eine Wohnung gefunden zu haben ...

ulla.gruenbacher(at)kurier.at

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