Die schönsten Lokale am Wasser

Immer mehr Wiener entdecken die Lust, am Wasser zu speisen – Lokalbetreiber ziehen nach.
Ein Restaurant am Ufer eines Sees, umgeben von Bäumen.

Ob Donau, Donaukanal oder auch nur ein kleiner Teich – sobald die Sonne den Asphalt aufheizt, kommen jene Wiener, die nicht aufs Land oder ans Meer flüchten konnten, ordentlich ins Schwitzen. Um etwas Abkühlung zu bekommen und vielleicht doch noch ein wenig Urlaubsstimmung zu tanken, zieht es die Stadtbewohner in den Sommermonaten ans Wasser. Das wissen auch die Gastronomen und so haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Lokale rund um Flussarme und Teiche der Stadt gebildet. Da fällt die Auswahl schwer. Der KURIER hat eine subjektive Auswahl getroffen und drei Lokale unter die Lupe genommen. Ergebnisse: Je mehr Sterne, desto besser oder teurer.

Das Fazit: Ob Sportnarr, High Society oder Schrebergärtner – die Stadt hat für jeden einen geeigneten Ort. Eines sollte in keiner Handtasche fehlen: Der Anti-Gelsen-Spray. Denn Lokale am Wasser sind im Sommer nicht nur bei den Menschen beliebt.

Ein Restaurant am See mit einem Eingang, der von Rosen umrahmt ist.

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Mehrere kleine Segelboote liegen abends an einem beleuchteten Bootssteg.

Menschen sitzen in einem Restaurant am Wasser mit Blick auf die Skyline der Stadt.

Ein gedeckter Tisch im Freien mit Blick auf einen See mit Segelbooten.

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Menschen sitzen an Tischen unter gelben „Pago“-Sonnenschirmen in einem Restaurant am Wasser.

Kopie von Schanigärten in Wien
Ein Restaurant mit rotem Sonnenschirm am Ufer mit Blick auf eine Brücke.

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Ein Schild mit der Aufschrift „Marina Wien“ vor zwei Booten.

APAAPAHDS05 - 07052009 - WIEN - OESTERREICH: ZU APA TEXT CI - THEMENBILD: Der Yachthafen Marina Wien an der Donau, am Dienstag, 31. Juli 2007. Am Donnerstag, 07. Mai 2009 findet eine PK zur Bilanz des Jachthafens statt. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER
Ein Restaurant am See mit Gästen auf der Terrasse.

Kopie von Essen am Wasser
Gegrilltes Gemüse und Salate stehen für ein Essen im Freien bereit.

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Eine Familie fährt mit einem Tretboot auf einem See, während sich am Ufer Menschen versammeln.

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Ein modernes Restaurant mit Gästen im Freien bei Dämmerung.

Gäste sitzen auf der Terrasse eines Restaurants unter einer gestreiften Markise.

Kantine 48 Bernstein Burgenland, Thomas Diezl…
Ein Restaurant am Wasser mit Gästen und zwei Segelbooten im Abendlicht.

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Eine unscharfe Person geht an Tischen mit Gästen auf einer Terrasse vorbei.

Zwei Frauen sitzen auf einem Holzsteg an einem See.

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Menschen fahren mit Booten und einem Tretboot auf einem See in den Bergen.

Boote liegen am Ufer vor dem Gasthof Dieplinger.

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Zwei gedeckte Tische auf einer Terrasse mit Blick auf einen See.

Eine Gruppe von Menschen sitzt an einem Tisch im Freien und wird von einem Kellner bedient.

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Eine Gruppe von Menschen in Tracht feiert im Freien am Ufer eines Sees.

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Ein Restaurant am See mit beleuchteter Terrasse und mehreren Booten am Steg.

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Ein Restaurant am See mit Gästen und mehreren Booten im Wasser.

Helge BauerLakeside Reifnitz KärntenStrandbar Restaurant
Ein Blick von einer Restaurantterrasse auf eine grüne Landschaft mit Bergen im Hintergrund.

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Ein Tretboot mit mehreren Personen fährt auf einem See an einem sonnigen Tag.

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Ein Restaurant am Seeufer ist nachts beleuchtet und spiegelt sich im Wasser.

Die Wakeboarder, die im Wasser Kunststücke vollführen oder braun gebrannt und durchtrainiert im Surfshop nebenan stehen, verkürzen im "Wake Up" vielen Gästen die Wartezeit auf das Essen. Und die kann es manchmal geben, wenn an einem sonnigen Abend Sportbegeisterte nach dem Training und Spaziergänger das Lokal an der Neuen Donau aufsuchen. Trotz seiner Lage direkt am Wasser ist das Restaurant durch die U2-Verlängerung auch öffentlich mittlerweile gut zu erreichen. Die meisten Gäste kommen jedoch mit dem Fahrrad oder gar zu Fuß.

"Wakeboarden hat sich in den letzten Jahren in Wien immer mehr zum Trendsport entwickelt", sagt Besitzerin Sinja Machek, selbst begeisterte Surferin. Und so lockt der Lift immer mehr Gäste zum 2008 eröffneten Lokal. Für jene, die Sport und nachträgliche Stärkung verbinden wollen, gibt es an Wochentagen von 12 bis 15 Uhr das "Wake & Lunch"-Paket um 19 Euro: Eine Stunde Surfen und ein Mittagsmenü.

Die Küche ist international; die Zutaten kommen aber aus Österreich. Den Wake-Up-Burger mit Rindfleisch, Rucola und Knoblauchsauce gibt es um 12,60 Euro und ist sogar glutenfrei. Vegetarier oder Veganer werden bei Tofu-Gerichten fündig. Dazu gibt es einen erfrischenden Gurkenspritzer oder eine hausgemachte Limetten-Maracuja-Limoade für 4,60 Euro je halber Liter.

Ein Problem bleibt jedoch: Sobald sich Regenwolken vor die Sonne schieben, bleiben die Gäste aus.

Essen/Trinken: ****

Atmosphäre: ****+

Anbindung: ****

Preisniveau: €€€

Auf dem Parkplatz vor dem Lokal reihen sich luxuriöse Kombis an teure Geländewagen aneinander; zu Fuß verschlägt es kaum Gäste hierher. Nach der Übernahme des "Klee am Hanslteich" durch Monika Wlaschek, Großenkelin von "Billa"-Gründer Karl Wlaschek, hat sich das Restaurant in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Lokal für die Hautevolee der Stadt entwickelt.

Malerisch, aber sehr abgeschieden, liegt das Lokal an der Grenze von Hernals zum Wienerwald. Nach einer umfassenden Renovierung der alten Villa durch die neue Chefin sitzen die Gäste nun auf ausschweifenden Loungemöbeln im modischen Rattanstil mit Blick auf einen kleinen Weiher.

Küchenchef Alexander Pochlatko serviert seinen Gäste extravagante Speisen wie Geschmorte Schweinswangerln mit Grammelrisotto oder Linguine mit Sommertrüffeln (beide um 16,50 €). Die Preise sind an die Klientel angepasst. Ein Achterl Riesling vom Mayer am Pfarrplatz kostet 4,30 Euro, den Prosecco Aperol gibt es um 6,20 Euro.

Ein folgenschweres Manko: Der Ort ist auch bei Gelsen äußerst beliebt. Selbst Antibrumm forte kann rote, juckende Stellen nicht verhindern.

Essen/Trinken: ****

Atmosphäre: ****+

Anbindung: *+

Preis: €€€€€

Eingebettet in die gleichnamige Schrebergartensiedlung an der Neuen Donau, bietet das Gasthaus "Neu Brasilien" typische Wiener Hausmannskost mit Blick auf das Gänsehäufel und den schwarz-glänzenden DC-Tower. Für Wiener ohne Autos ist die Anreise langwierig. Von der U1-Station ist es ein zehnminütiger Fußmarsch, der sich in der Hitze oft länger anfühlt. Der Fokus liegt auf fleischigen Speisen oder Meeresfrüchten; auf Wunsch gibt es neben Grillhendl auch gegrillte Ente. Vegetarier werden vor allem auf der Dessertkarte fündig. Beliebt am Abend: Die "starke" Erdbeerbowle – "nach Geheimrezept gebraut", sagt Besitzerin Olga Kornberger.

Um die Gäste, die von der Holzterrasse sogar die Zehen ins Wasser stecken können, am Abend vor lästigen Gelsen zu schützen, wendet Kornberger einen Trick an: In der Früh mit dem Rechen das Wasser durchpflügen – dadurch ertrinken die Larven.

Essen/Trinken: ***

Atmosphäre: ****

Anbindung: **+

Preis: €€€

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