Genuss
10.04.2018

Unternehmer will Pizza-Automaten in Österreich etablieren

"Let's Pizza"-Maschinen sollen an Bahnhöfen, Tankstellen oder bei Events kneten, belegen und backen.

Eine Pizza mit frischen Zutaten ohne menschlichen Handgriff und ohne lange Wartezeit: Das verspricht ein etwa zwei Meter langer, knallroter Automat mit der Aufschrift "Let's Pizza". Unternehmer Leo Kohn will das ursprünglich aus Italien stammende Konzept nun auch den Österreichern schmackhaft machen. Konkrete Partner gibt es aber noch nicht, wie er am Dienstag bei der Präsentation in Wien sagte.

"Wir wollen jetzt einmal die Promotion vorantreiben", räumte Kohn ein. Interessenten gebe es durchaus, aber konkrete Abschlüsse noch nicht. Man sei erst in der Vorbereitungsphase, Wartungsverträge etwa müssten noch ausgearbeitet werden. Der Vertreiber hofft jedenfalls, dass die rund zwei Meter lange Maschine mit einem Stückpreis von 24.000 Euro bald in möglichst großer Zahl hierzulande sowie in Deutschland präsent sein wird. Fixe Standorte gibt es noch nicht, vorstellen kann sich Kohn etwa Bahnhöfe oder Tankstellen. Auch für große Events soll man den Automaten mieten können.

"Es ist nichts gefroren, alles ist frisch", schwärmte der Unternehmer über sein "Baby". Angepriesen wurde die Sache im Vorfeld als "frische Pizza aus dem Drucker". Damit hat die Maschine allerdings eher weniger zu tun. Wie funktioniert der Automat nun? Zuerst werden Mehl und Wasser zu einem Teig vermischt und geknetet, dann gepresst, Tomatensauce aufgetragen und  – je nach Sortenauswahl mit der schon vorbereiteten Zutatenmischung belegt. Zum Schluss wird der scheibenförmige Imbiss bei 380 Grad zu einer essbaren Flade fertiggebacken. Der gesamte Vorgang dauert keine drei Minuten, bei den Zubereitungsschritten kann der hungrige Kunde durch Glasfenster zuschauen.

Zur Auswahl stehen etwa Salami, Speck oder Vier Käse. Zum Probieren gab es heute für Medienvertreter u.a. eine Variante mit Mozzarella und Schinken. Während der Käse schön geschmolzen war, konnte vor allem der Teig wegen mangelnder Knusprig- und Fluffigkeit keinesfalls mit einem Pendant aus dem Restaurant mithalten. Der Preis kann es allerdings beinahe: 6,50 Euro kostet eine Pizza mit rund 27 Zentimetern Durchmesser, die in einer Pappschachtel kredenzt wird.

Bis zu 100 Pizzen können zubereitet werden bis der Vollautomat Nachschub braucht. Möglich ist das eventuell auch durch die Konservierungsstoffe, die man bei genauem Blick auf die an der Maschine angebrachten Zutatenliste findet. Die täglich nötige Reinigung sei in rund zehn Minuten erledigt, hieß es. "Let's Pizza" gibt es schon in einigen europäischen Ländern wie etwa Großbritannien oder Kroatien.