Genuss
04.05.2018

Schweden gibt zu: Köttbullar sind eigentlich türkisch

Jetzt ist es amtlich: Die schwedischen Fleischbällchen brachte der schwedische König Karl XII. aus der Türkei mit.

Dank des schwedischen Einrichtungshauses Ikea genießen die traditionellen Fleischbällchen Kultstatuts außerhalb Schwedens. Die Diskussion um die Herkunft scheint mit einem offiziellen Tweet des Landes beendet: "Die schwedischen Fleischbällchen basieren eigentlich auf einem Rezept, das der schwedische König Karl XII. Anfang des 18. Jahrhunderts aus der Türkei mit nach Hause brachte. Halten wir uns an die Tatsachen!", das gab Schweden auf seinem offiziellen Twitter-Account Sweden.se bekannt.

Wie orf.at berichtet, setzte sich der schwedische König Karl (1682 bis 1718) nach einer Niederlage gegen Russland ins heute moldawische Bender im damaligen Osmanischen Reich ab. Nach seinem fünfjährigen Exil brachte er Rezepte für Spezialitäten aus der Region nach Schweden mit  darunter auch jenes für Fleischbällchen.

Mehr als 20.000 Likes und 7.900 Retweets verzeichnete das Posting bis heute Vormittag auf Twitter. Einige Türken sprachen Schweden ihren Dank aus, dass sie auf die wahre Herkunft des Gerichts hingewiesen hatten.

Zahlreiche türkische Medien jubelten über das kulinarische Geständnis: "Die berühmten schwedischen Fleischbällchen, die man bei IKEA bekommt, kommen eigentlich aus der Türkei, wie die schwedische Regierung zugibt", meldete der Sender TRT.