Genuss
29.03.2018

Die bittere Wahrheit über Spinat

Manche Menschen nehmen Bitterstoffe intensiver wahr: Es liegt also an unseren Genen, ob wir Spinat gerne essen.

Bei einigen Lebensmitteln gibt es vehemente Gegner: So können Kohl, Spinat oder Koriander Auslöser für Familien-Dramen sein. Dabei liegt hinter unseren Ernährungsgewohnheiten oft ein genetischer Grund – unser Körper sträubt sich gegen die Aromen.

In der Karwoche verdrücken die Österreicher sieben Prozent der mehr als sechs Millionen verkauften Spinat-Portionen aus dem Tiefkühl-Regal. Und auch sonst gelten wir trotz der optimalen Anbaubedingungen nicht zu den Spinat-Liebhabern: Jährlich essen wir pro Kopf nur einen halben Kilogramm der grünen Blätter.

Woran das liegen könnte? Manche Menschen nehmen die Bitterstoffe Phenylthiocarbamid ( PTC) und Propylthiouracil (PROP) besonders intensiv war. Wissenschafter des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung fanden bereits im Jahr 2005 heraus, dass die Abneigung gegen bittere Gemüsesorten wie Kohl oder Spinat tatsächlich genetische Gründe haben kann.