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Genuss
11/28/2019

Schock vor Weihnachten: Acht von 14 Bratwürsteln sind schlecht

Die Arbeiterkammer testete rohe und gebrühte Würstel: Eine Probe lag mit der Bakterien-Anzahl deutlich über dem Richtwert.

Ob auf Christkindlmärkten oder traditionell am ersten Adventsonntag - Bratwürstel sind wieder in aller Munde. Wie es um ihre Qualität bestellt ist, testete die Arbeiterkammer Oberösterreich: Sechs von 14 Proben waren einwandfrei, eine jedoch nicht mehr zum Verzehr geeignet, berichtete die Interessenvertretung in einer Presseaussendung am Mittwoch.

Die Konsumentenschützer kauften 14 konventionell hergestellte Bratwurstproben aus Schweinefleisch - sechs roh und acht gebrüht - unterschiedlicher Erzeuger und ließen sie im Labor auf mikrobiologische Beschaffenheit und sensorische Eigenschaften wie Geruch, Geschmack, Aussehen und Konsistenz prüfen. Sechs erwiesen sich als einwandfrei, die zwei rohen allerdings mit leichten mikrobiologischen Mängeln. Sieben Kostproben wurden als wertgemindert eingestuft, sei es wegen alten Geruchs und Geschmacks, nicht zerkaubarer Teile, verfärbter Oberfläche oder wegen Keimzahl oder Bakterien über dem Richtwert.

Tipp: Rohe Würstel so rasch als möglich verarbeiten

Ein rohes Produkt enthielt E.Coli und Enterobakterien deutlich über dem Richtwert und wurde damit für den menschlichen Verzehr ungeeignet gewertet. Behandelt man das Produkt aber sorgfältig und erhitzt es ordentlich durch, bestehe keine Gesundheitsgefährdung für den Menschen, erklärte die Leiterin der Abteilung Konsumentenschutz in Linz, Ulrike Weiß.

Generell riet sie, rohe Fleischprodukte sorgfältig durchzuerhitzen und so rasch als möglich zu verarbeiten und "nicht einen Tag länger im Kühlschrank zu lassen".

Der Preis sagt übrigens nichts über die Qualität aus: Das günstigste Produkt mit einem Kilopreis von 8,23 Euro war einwandfrei, die teuersten mit 16,50 bzw. 16,29 Euro wertgemindert bzw. nicht zum Verzehr geeignet.