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Restaurantkritik

"Rascal": So schmeckt's in der neuen Brasserie im 1. Bezirk

€€€ Wien österreichische Küche europäische Küche

Lichtblick oder Irrlicht? Herbert Hacker über die neue Brasserie "Rascal".

Was ist das "Rascal" für eine Art von Lokal?

Das "Rascal" ist eine schicke und influencergerechte Brasserie im neuen Boutique-Hotel "Wilde" im historischen Gebäude der Alten Post. Das durchgängig kapriziöse Design stammt von der mexikanischen Innenarchitektin Stephanie Barba Mendoza. Alles sehr bunt, mit langer Bar, Sichtküche, vielen Lampen und einer verwegenen Lichtgestaltung bis an die Gewölbe-Decke.

Beschreibung

Preiskategorie

€€€

Küche

europäische Küche

Bewertung

89 von 100

Was hat es mit den Lichtspielen auf sich?

Das Lokal erscheint quasi ständig in einem anderen Licht. Eine imposante Lichtinstallation (mit Musik) des österreichischen Künstlers Andreas Rodler (SHA.ART) lässt einerseits den großen Innenhof KI-gesteuert in allen Farben erscheinen, aber auch die Decke in der Brasserie präsentiert sich in ständig wechselnden Farbmotiven. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll – durchs Fenster nach draußen in den Innenhof oder im Lokal einfach nach oben.

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Die Lichtspiele in der Brasserie "Rascal"

©Wilde Aparthotels

Wie ist die Küche?

Insgesamt eine solide Brasserie-Küche mit einer klein gehaltenen Karte. Caesar Salad und Beef Tatar werden vom Wagen direkt vor dem Tisch final angerichtet, Snacks und kleinere Gerichte wie Anchovy Toast und Tuna-Carpaccio findet man auf der Karte ebenso wie ein Wiener Schnitzel und ein 500-Gramm-Ribeye-Steak um immerhin 65 Euro (kann man aber durchaus zu zweit essen). Sehr gut, der im Ganzen servierte Saibling. Als Küchenchef steht Tamas Kiss am Herd, der einige Jahre im "Seven North" gearbeitet hat.

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Gerichte der Brasserie "Rascal"

©Wilde Aparthotels

Was fehlt hier noch?

Austern gibt es derzeit nur freitags und samstags, soll aber ausgeweitet werden. Und ein Schneckengericht wird es auch bald geben, ebenso einen Sonntagsbrunch, meint Restaurant-Manager Colin Pirity. Im Sommer soll dann noch eine Rooftop-Bar eröffnen. Alles in allem: durchaus ein Lichtblick.

Bewertung

Essen

43 von 50

Trinken

13 von 15

Service

8 von 10

Ambiente

25 von 25

Kontakt

Adresse

Wien 1, Dominikanerbastei 15,

Öffnungszeiten

Mi–Sa 17-23

Telefon

+43 1 4340005

Website

Rascal

Über Herbert Hacker

Herbert Hacker ist österreichischer Journalist, Gourmetkritiker und Buchautor. Er schrieb unter anderem für "News", "Format" und "Die Zeit" und war von 2013 bis 2017 Chefredakteur des "Falstaff-Magazins" sowie des "Falstaff Restaurantguides".