Sich am Strand von Bibione treiben lassen und dann ewig nicht mehr zurückfinden, weil alle Schirme gleich aussehen. 

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freizeit Reise
05/20/2020

Italien-Urlaub? Jesolo, Bibione und Co. werben um Österreicher

Die Region Venetien bemüht sich um österreichische Urlauber. Es sei ein sicheres Gebiet was Corona betreffe, so Präsident Zaia.

Die norditalienische Region Venetien buhlt um österreichische Touristen in Hinblick auf die bevorstehende Sommersaison. "Unsere Strände sind die Heimstrände der Österreicher. In Badeortschaften wie Caorle, Bibione, Jesolo und Sottomarina sind Österreicher zu Hause", betonte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, im Gespräch mit der APA.

Österreicher und Deutsche wichtig

"In Venetien spricht man Italienisch und Deutsch. Wenn Venetien im touristischen Bereich groß geworden ist, verdanken wir das den österreichischen und deutschen Touristen, die uns als ihre Heimat betrachten", sagte Zaia.

Der Neustart des Tourismus nach der Aufhebung der Reisebeschränkungen am 3. Juni sei für Venetien von wesentlicher Bedeutung. "Die Coronavirus-Krise droht, uns 50.000 Jobs zu kosten, 35.000 davon allein in der Tourismusbranche", warnte Zaia, Spitzenpolitiker der rechten Lega.

Der Präsident Venetiens sprach sich gegen bilaterale EU-Tourismuskorridore aus, die Italien benachteiligen würden.

Sichere Region? Reproduktionsfaktor auf 0,4

Venetien sei inzwischen eine vom epidemiologischen Standpunkt aus sichere Region. Der Reproduktionsfaktor sei auf 0,4 gesunken. Lediglich 44 Covid-19-Patienten liegen noch auf der Intensivstation.

"Die Entwicklung der Epidemiekurve ist zufriedenstellend. Venetien kann ausländischen Touristen dank strenger Sicherheitsvorkehrungen einen Covid-freien Urlaub garantieren. Weiters verfügt Venetien über ein exzellentes öffentliches Gesundheitssystem, in dem man kostenlos behandelt wird", sagte Zaia.

In Venetien werden täglich 11.000 Abstriche genommen, lediglich zwei Promille davon seien positiv getestet. In der Region seien 1.820 Covid-19-Todesopfer gemeldet worden, 600 davon Patienten aus Seniorenheimen.

 

Kritik an Jugendliche

Der Präsident Venetiens rief seine Mitbürger auf, sich streng an die Sicherheitsvorkehrungen zu halten. Er kritisierte Bilder von Jugendlichen, die vor Lokalen ohne Atemschutz das Ende des Lockdowns feierten.

"Es wäre absurd, wenn wir am Ende dieses langen Wegs, wieder einen Schritt zurückmachen müssten. Die Verantwortungslosigkeit von Wenigen darf nicht die Gemeinschaft belasten", sagte Zaia. "Ich vertraue auf Dialog, ich werden weiterhin versuchen, die Menschen über die Notwendigkeit zu sensibilisieren, sich an die Abstandregeln zu halten", meinte der Präsident Venetiens.