XL-Silhouette auf dem Prada-Laufsteg

© Prada

freizeit Mode & Beauty
03/13/2021

Trend-Vorschau: Wie wir uns im Herbst kleiden werden

Egal, ob für die Couch oder den Club – die Designer sind jedenfalls gerüstet.

von Maria Zelenko

War der Beruf des Designers stets auch immer der eines Prognostikers, braucht es dieser Tage fast schon hellseherische Fähigkeiten, um abschätzen zu können, was die Kundin in sechs Monaten tragen wollen wird. Werden wir uns noch immer (oder schon wieder) in unsere eigenen vier Wände zurückziehen oder gar wieder auf Partys gehen können?

Die Modemacher scheinen sich auf beides vorzubereiten. In den vergangenen Tagen wurden die Kollektionen für die Herbst/Winter 2021-Saison zwar erneut ohne Gäste, dafür jedoch mit zahlreichen digitalen Shows vorgestellt.

Der Komfort bleibt bis zum Ende des Jahres zentrales Thema. Das italienische Modehaus Etro griff den von Sportbekleidung inspirierten Athleisure-Trend auf: Models trugen Oberteile im Rugby-Stil, dazu locker sitzende Hosen. Letzteres gab es auch auf dem Laufsteg von Giorgio Armani zu sehen. Zu transparenten Pluderhosen schlägt der Maestro Sneakers vor. Für Liebhaber ausgefallener Mäntel dürften Prada und Salvatore Ferragamo die richtigen Anlaufstellen sein: Ersteres Traditionsunternehmen zeigte übergroße Silhouetten in knalligem Gelb, letzteres schlägt Leder in kräftigem Grün vor. Das butterweiche Naturmaterial stand bei Hermès wie immer im Mittelpunkt. Auch hier gab es eine der kommenden Trendfarben zu erhaschen: Unter bordeauxroten Mänteln blitzten pinkfarbene Rollkragenpullover hervor.

Bequem, aber doch elegant

Apropos Pullover. Nachdem Designer wie Petar Petrov im vergangenen Jahr ihre Strickproduktion aufgrund der hohen Nachfrage erhöhen mussten, wird mit dem kommenden Winter auch allerhand Kuscheliges aus Wolle in den Kleiderschränken Einzug halten. „Komfort ist nach einem Jahr Pandemie ein wichtiger Bestandteil der Garderobe geworden“, sagt Petrov im KURIER-Gespräch.

Der Modemacher setzt unter anderem auf einen Mix aus Strick und Leder. „Viele Kundinnen wollen es künftig weiterhin bequem haben, aber dabei dennoch elegant aussehen. Ich denke, dass diese Art, sich cool, aber dennoch zurückhaltend zu kleiden, uns erhalten bleiben wird.“ Die Pandemie habe auch dazu geführt, dass viele Menschen realisiert haben, wie wenig von dem, was sie gekauft haben regelmäßig angezogen wird. „Man will lange tragbare Kleidung. Und nicht etwas, das nur ein- oder zweimal ausgeführt wird.“

Party in Paris

Für alle jene, die es dennoch nicht erwarten können, ihre Füße in High Heels zu stecken, zeigte Donatella Versace Schwindelerregendes mit Plateau. Fransen, die in unzähligen Varianten zu sehen waren, schmückten bei Fendi so manches Cocktailkleid. Und bei Dior stellte Maria Grazia Chiuri ihre schicke Interpretation des im Winter nicht wegzudenkenden Karomusters vor.

Chanels Chefdesignerin Virginie Viard lud (zumindest digital) in den legendären Pariser Nachtclub Kastel. Dort zeigte sie, dass sich Komfort und Abendmode nicht widersprechen müssen: Ihre Paillettenkleider führten die Models zu locker geschnittenen Jacken und Lammfell-Boots aus. Baggy Jeans mit dem berühmten Logo des Hauses wurden dank einem glitzernden Blazer und Statement-Schmuck abendtauglich.

Wessen Blick in die Glaskugel sich bewahrheitet, bleibt abzuwarten. Eines hat die Branche jedoch bewiesen: Es gibt vieles, auf das es sich zu freuen lohnt.

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