© Petar Petrov

freizeit Mode & Beauty
02/21/2020

Heimische Designer mischen die internationale Modewelt auf

Bei den Fashion Weeks zeigen nicht nur alteingesessene Labels ihre Designs – auch Österreich ist gut vertreten.

von BrigitteR. Winkler, Maria Zelenko

Die Vorbereitungen in Paris laufen auf Hochtouren. Ab kommenden Montag geben sich dort von Balenciaga bis Louis Vuitton die renommiertesten Modehäuser im Zuge der Fashion Week die Ehre. Sich als österreichisches Label in einer der wichtigsten Modestädte zu positionieren, fällt da nicht einfach, weiß Toni Woldrich.

Er ist mit seinem Store Eigensinnig in Wien führend in Sachen Avantgarde-Mode – und präsentiert auch heuer wieder in Paris. "Die Kosten sind nicht zu unterschätzen", sagt der Modemacher. "Zwar gibt es von der Wirtschaftskammer und anderen Institutionen Förderungen – vorfinanziert werden muss alles trotzdem."

Warum die Präsenz mit einem Showroom oder sogar einer Modeschau in einer Stadt wie Paris auch für österreichische Labels so wichtig ist? "Wichtige Einkäufer aus Amerika und dem asiatischen Raum fahren dorthin", erklärt Woldrich. Weiß jedoch auch: "Man muss für den Sprung auf den internationalen Markt viel Durchhaltevermögen beweisen. Bis weltweite Stores deine Kollektion bestellen, können mehrere Saisonen vergehen."

Dass es trotz einiger Hürden dennoch machbar ist, zeigt auch Kollege Petar Petrov. Vor wenigen Tagen zeigte der in Wien ansässige Designer erstmals während der London Fashion Week seine Kreationen.

Es war nicht seine erste internationale Modeschau: Bereits 2003 begann Petrov seine Männermode in Paris zu zeigen. Machte sich dort einen Namen, fügte später im Showroom auch Damenmode hinzu – und ist seither international gefragt. Stars wie Anne Hathaway und Hailey Bieber tragen seine Entwürfe.

Große Karriereschritte

Warum London? "Die Stadt ist so offen für etwas Neues. London war immer gut zu uns", gerät Petar Petrov über die Stadt ins Schwärmen, in der kein wichtiges Geschäft – von Harrods bis Harvey Nichols – seine Mode nicht führt. Großartig seine losen Kleider, übergroßen Leder-Outfits und lässigen Hosenanzüge mit coolen Details. Ein unglaublicher Schritt weiter auf der erfolgreichen Karriere-Leiter.

Einen weiteren macht gerade auch wieder Sabinna Rachimova. Die in Wien aufgewachsene Russin arbeitete hier zunächst bei Schella Kann, ehe sie am renommierten Saint Martins College in London Mode studierte. Und anschließend blieb.

Dank ihrer innovativen Ideen war sie bereits nach nur fünf Jahren finanziell im Plus. Unterstützung für Jungdesigner gibt es auch in Großbritannien: Gerade hat die Universitätslektorin einen Wettbewerb der Stadt gewonnen und darf mit ihrer Mode zum halben Preis in ein großes Studio einziehen.

In New York behauptet sich seit Jahren die Tirolerin Sonja Rubin an der Seite ihres Mannes Kip Chapelle. In ihrem Geschäft in Malibu schaut manchmal Sharon Stone vorbei und in New York kann man Rubin&Chapelle aktuell als Plakat auf dem Times Square bewundern.

Bevor die Pariser Fashion Week beginnt, ist die Mailänder Modewoche im Gang. Dort präsentierte soeben der Wiener Arthur Arbesser nach seinem erfolgreichen Debüt als Opernausstatter in Berlin (der KURIER berichtete), seine neue Herbstkollektion mit Erfolg auf dem Laufsteg.

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