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freizeit Mode & Beauty Beauty
07/09/2020

Interieur-Trend: Vasen mit breiten Popos und kräftigen Oberschenkeln

Vasen mit weiblichen Formen sind die Wohn-Accessoires der Stunde.

von Maria Zelenko

Wie genau es zum Ansturm auf ihre Vasen kam, kann Andrea Kollar gar nicht so genau sagen. Vor rund eineinhalb Jahren begann die Wiener Künstlerin, die zuvor Modedesign an der Angewandten studiert hatte, sich mit Kreationen aus dem Brennofen zu beschäftigen. „Ich wollte vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale – und bin bei der Keramik gelandet“, erinnert sich die 39-Jährige im Gespräch mit dem KURIER.

Im heimischen Keramikmodelleur Hermann Seiser fand sie den idealen Partner für die Verwirklichung ihrer Ideen. Kollars Konzept, Vasen mit weiblichen Frauenformen anzubieten, ging auf: „Der erste Verkauf ging nach New York zu einer Anwältin für Menschenrechte – das hat mich besonders gefreut.“ Neben Amerika ist auch Japan mittlerweile ein wichtiger Markt für die Wienerin.

Dass sich ihre Arbeit bereits bis zu einer Inuit-Siedlung nach Grönland, die sich ebenfalls eine Vase schicken ließ, herumgesprochen hat, dürfte Kollar vor allem Instagram zu verdanken haben. Auf der Fotosharing-Plattform ist sie Teil einer jungen Avantgarde an Frauen, die mit ihren Keramik-Arbeiten einen regelrechten Interieur-Hype rund um Vasen mit femininen Formen ausgelöst haben.

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Fettpölsterchen

Zu den Lieblingen der designaffinen Social-Media-Nutzer gehört auch Anissa Kermiche. Die Londonerin entwarf ursprünglich von Frauenkörpern inspirierten Schmuck, mittlerweile verschönert sie auch Wohnungen mit Vasen, die Namen wie „Love Handles“ (englisch für Fettpölsterchen) und „My new breast friend“ (meine neue Busenfreundin) tragen.

Und ebenso wie Andrea Kollars Arbeiten machen sie optisch so viel her, dass es im Grunde gar keine Blumen braucht. Hollywood-Stars wie Gwyneth Paltrow sind bereits Fans.

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Vasen von Nadiia für Jacquemus

Viel Aufmerksamkeit erregte zuletzt auch die Arbeit von Nadiia Shapoval. Die Ukrainerin arbeitete in ihrem Heimatland viele Jahre lang als Stylistin für Modehäuser, bis sie 2018 ihre eigene Marke Nadiia lancierte. Zusammen mit ihrer Kollegin Masha Reva kreiert sie mit weiblichen Motiven handbemalte Teller, Skulpturen und Vasen, die von traditionellen ukrainischen Keramiken inspiriert sind und mittels alter Handwerkstechniken in Kiew gefertigt werden.

Von Letzteren war Stardesigner Simon Porte Jacquemus so beeindruckt, dass er im Zuge seines Gastro-Debüts sein Restaurant Oursin mit den Tonarbeiten der 30-Jährigen ausstattete.

Sich selbst akzeptieren

Warum sich Frauen wie Andrea Kollar, Anissa Kermiche und Nadiia Shapoval ausgerechnet weiblichen Vasenformen verschrieben haben? „Ich beschäftige mich schon ein Leben lang mit Kunst und fand es schon als junges Mädchen seltsam, dass über Jahrhunderte hinweg Frauen immer nur von männlichen Künstlern dargestellt wurden“, sagt Erstere.

Die sozialen Medien, durch die Kollars Arbeit einem immer größeren Publikum bekannt wird, seien eine willkommene Plattform. „Instagram macht es möglich, dass wir Frauen unsere Kunst ohne einem Galeristen als Zwischenschritt mit der ganzen Welt teilen.“

Am meisten freut sich Andrea Kollar jedoch nicht über Likes, sondern die emotionalen Nachrichten ihrer Kundinnen. „Viele Frauen schreiben mir, dass sie sich durch meine Vasen endlich schön fühlen. Meine Kunstwerke haben Hintern und Oberschenkel – und sie anzusehen, hilft ihnen sich mit ihren Rundungen anzufreunden.“

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