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freizeit Leben, Liebe & Sex
09/14/2020

Lesenswert: Bitte nicht stören!

Spannender Lesestoff, kurzweiliges Filmvergnügen und starke Töne: Die FREIZEIT empfiehlt beste Unterhaltung für Herbstabende auf der Couch.

von Bernhard Praschl, Andreas Bovelino

Gruseln

Blutige Nachrichten  Stephen King kann’s, seine Fans wissen das. Diese Sammlung von vier Novellen ist Pageturner und Elegie zugleich. Drei Mal wirkt Chuck mit, ein Buchhalter, der tanzend über sich hinauswächst, bevor nur mehr das EKG piep ... piep ... piep macht. Meisterhaft (Heyne, 560 Seiten, € 24,70).

Agency Es gibt Science Fiction. Und es gibt William Gibson. Der Cyberpunk-Erfinder bringt die „App-Flüsterin“ Verity Jane mit der Digitalfrau Eunice zusammen. Spannung ist Programm (Klett-Cotta, 464 Seiten,  € 25,70).

Jener Sturm Eine Lichtgestalt für Nachtschattengewächse: James Ellroys neuer Wälzer über Cops, Killer und kaputte Filmstars führt in die Stadt der Engel des Jahres 1942, um seine (Blut-)Spur bis nach Mexiko zu ziehen (Ullstein, 912 Seiten, € 29,99).

Turbulenzen LGW - MAD , MAD - DSS, DSS - GRU etc.: Eine Bloody Mary zum Start ist Pflicht. Der Flugplan verbindet zwölf Schicksale, die rund um den Globus führen. Spannend konstruiert von David Szalay (Hanser, 136 Seiten, € 19,60).

Die Frau am Dienstag Ein alternder Transvestit, ein Ex-Pornostar, eine mysteriöse Frau. Muss man das sein? Ja, so wie das Massimo Carlotto  schrieb, schon (Folio, 217 Seiten, € 22).

Staunen

Hundert Augen Von Hongkong über Tel Aviv bis Berlin entführt die in Berlin lebende gebürtige Argentinierin Samanta Schweblin. Im Zentrum stehen „Kentukis“, ein Mix aus Plüschtier und Handy. -Kolumnistin Vea Kaiser empfahl die Szenarien der Überwachung und des Voyeurismus beim „Literarischen Quartett“: „Einer der klügsten Texte über unsere Zeit.“ (Suhrkamp, 252 Seiten, € 22,70).

Es war einmal ein blauer Planet Modernes Märchen für alle, die nicht aufgehört haben, der Zukunft Fragen zu stellen. François Lelord („Hectors Reise“) schickt mit Robin einen Marsmenschen los, um an die Einzigartigkeit der Erde zu erinnern (Penguin, 288 Seiten, € 20,60).

Delilah Freundschaft, Flaschendrehen und erste Liebe: Sandra Weihs’  kurzer Roman über einen langen Herbst der ruhigen  Penelope und des Wildfangs Delilah (Czernin, 96 Seiten, € 18).

Die Erfindung der Null Michael Wildenhain verwickelt ein Mathematikgenie in einen Kriminalfall. Kann er darauf zählen, dass die U-Haft aufgehoben wird? (Klett-Cotta, 303 Seiten, €22,70).

Elenas himmelblaue Kleider Ein Anruf bringt Bewegung ins Leben des Anzeigenverkäufers Sam. Raffinierte, inspirierende und geschickt Haken schlagende Novelle des Mentaltrainers Andreas Brandstätter (Books On Demand, 188 Seiten, € 15).

 

 

Freuen

Schatten der Welt Die Buben Carl, Artur, Isi, ein Komet namens „Halley“ und der Schatten des Jahres  1914: Andreas Izquierdo schafft daraus einen unterhaltsamen Abenteuerroman (DuMont, 544 Seiten, € 16).

Fast ein neues Leben Ein Debüt, wie es sein soll. Anna Prizkau erzählt Mut machend von Menschen  in der Fremde, die „keine Zeit für Unglück haben“, vom „Sommer ohne Raffaello“ oder einem „Mädchen mit Heftklammern“ (Friedenauer Presse, 111 S., € 18,80).

Rotkäppchen raucht auf dem Balkon: Von der „Russendisko“ zum Waldbühne-Konzert mit Oma,  Enkelkind und Schrittzähler-Rekord – Wladimir Kaminer  über das Verhältnis der Generationen (Wunderraum, 208 Seiten, € 20,60).

Jägerin und Sammlerin Probleme? Her damit! Lana Lux mixt Ballett, Bulimie und Anorexie zu einem fabelhaften Roman (Aufbau,  304 Seiten, € 20,60).

Der Präsident Die USA einmal anders: Der aus dem Burgenland stammende Autor Clemens Berger über die Tragikomödie eines Reagan-Doppelgängers mit Wurzeln in Oberwart.  Ein wunderbares Buch, ein Lieblingsbuch von Vea Kaiser (Residenz, 320 Seiten, € 24). https://www.clemensberger.at

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