Schoko-Osterhasen im Test: Diese fünf schnitten am besten ab

Schoko-Osterhasen im Test: Diese fünf schnitten am besten ab
Fazit der Experten: Sozial und ökologisch nachhaltig sind sie leider noch immer nicht alle.

Sie füllen - gefühlt seit kurz nach Weihnachten - wieder die Regale in den Supermärkten und gehören zu Ostern wie die Eier: Schoko-Osterhasen. Sozial und ökologisch nachhaltig sind sie aber nicht alle: Nur fünf von 26 getesteten Produkten wurden von der entwicklungspolitischen Organisation Südwind und der Umweltschutzorganisation Global 2000 zu Testsiegern gekürt, darunter auch Ware vom Diskonter.

Folgende Osterhasen haben besonders gut abgeschnitten: "Favorina Bio Organic Osterhase" von Lidl, "Natur aktiv Bio Confiserie Osterhase" von Hofer, "Natur pur Bio Osterhase" von Spar, "Schönenberger Veganer Schoko-Osterhase" von Denn's und der "EZA Osterhase aus biologischer Milchschokolade". Alle Hasen verfügen über das Bio- und das Fairtrade-Siegel und seien aus sozialer und ökologischer Sicht empfehlenswert, teilten die beiden Organisationen am Donnerstag in einer Aussendung mit. 

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dabei an der Spitze des Checks fast nichts verändert. Alle fünf Testsieger waren auch im Vorjahr unter den Gewinnern, einziger Unterschied zu 2019: Der sechste Sieger von damals war heuer zum Zeitpunkt des Tests nicht erhältlich. Den "römischen Einser" gab es heuer für die EZA-Hasen, weil bei ihnen Kakao und Rohrzucker bis zu den Ursprungskooperativen zurückverfolgt werden können.

Gift im konventionellen Anbau

Verbesserungen orteten die Prüfer heuer im breiten Mittelfeld. "Mehr als die Hälfte aller Schoko-Osterhasen setzen Schritte in Richtung Nachhaltigkeit", erklärt Caroline Sommeregger, Kakaoexpertin bei Südwind. Im Detail bedeutet das, dass etwas mehr als ein Viertel des gesamten getesteten Angebots über das Bio-Siegel und fünf über das Fairtrade-Siegel verfügen.

Zehn getestete Produkte wurden im Check mit rot bewertet, da sie keine unabhängige Zertifizierung aufweisen. Bei diesen Hasen könnten daher Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung nicht ausgeschlossen werden.


"An sich kann der kleinbäuerliche Anbau von Kakao sehr umweltschonend erfolgen. Leider werden aber im konventionellen Anbau oft giftige Pestizide verwendet, manchmal Mittel, die schon längst weltweit verboten und die für die Umwelt und die Arbeiter vor Ort extrem gefährlich sind. Sie werden am Schwarzmarkt billigst angeboten und von den unter extremem Preisdruck stehenden Bauern gekauft", so Martin Wildenberg, Nachhaltigkeits-Experte bei Global 2000.

Neben der Umweltkomponente spielt auch die soziale eine wichtige Rolle im Test. Denn sowohl die Arbeitsbedingungen als auch die Entlohnung im Kakaosektor sind oft prekär. In Ghana verdienen Kakaobauern beispielsweise rund 80 Cent am Tag, in der Elfenbeinküste rund 50 Cent. Über zwei Millionen Kinder arbeiten in dieser Region unter missbräuchlichen Bedingungen im Kakaoanbau.

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