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Europa
07/14/2019

ÖVP will EU-Beitrags-Rabatt für gentechnikfreie Mitgliedsländer

Wer auf gentechnisch veränderte Lebensmittel verzichtet, soll weniger zahlen müssen, fordert Ex-Ministerin Köstinger

von Wolfgang Zaunbauer

"Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung lehnt Gentechnik im Nahrungsmittelbereich ab", sagt Ex-Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Dem soll auch die Europäische Union Rechnung tragen, findet die Volkspartei und fordert einen Rabatt für jene EU-Länder, die auf die Produktion von gentechnisch veränderten Lebensmittel verzichten. Diese sollen dann weniger Beiträge zahlen müssen.

Derzeit sind in der EU zum Beispiel 147 gentechnisch veränderte Maissorten zugelassen. 2018 wurden diese auf einer Fläche von 120.700 Hektar angebaut. Mit dem Beitrags-Rabatt werde ein Anreiz gesetzt, dass möglichst viele Staaten aus der Gentechnik aussteigen oder erst gar nicht in das Geschäft mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln einsteigen, heißt es seitens der ÖVP.

Elisabeth Köstinger

Österreich müsse sich "auch in der EU für die Schaffung eines gentechnikfreien Europas stark machen", so Köstinger. "Wir erwarten uns daher von der neuen Kommission, dass sie sich für einen "Anti-Gentechnik-Rabatt" im neuen EU-Budget einsetzt, damit Europa wirklich gentechnikfrei wird."

Kommende Woche wird aller Voraussicht nach die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im EU-Parlament bestätigt. Eine der größten Herausforderungen der neuen Kommission in den kommenden Monaten werden die Verhandlungen über das langfristige EU-Budget 2021-2028 sein.