Einfache Sprache
28.06.2018

So hilft man streunenden Tieren im Ausland richtig

Wenn man sich im Urlaub in ein streunendes Tier verliebt, möchte man es am liebsten mitnehmen. Eine Expertin rät allerdings davon ab.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Im Urlaub verliebt man sich gerne in einen
herumstreunenden Hund,
oder in eine Streuner-Katze.
Man möchte den Hund oder die Katze
am liebsten mitnehmen.
Experten raten allerdings davon ab.

Wenn man einzelne Tiere mitnimmt,
löst das nicht die Probleme vor Ort.
Es wäre sinnvoller,
den herumstreunenden Tieren in ihrer
Heimat zu helfen.

In anderen Ländern gibt es andere Regeln.
Nicht alle freilaufenden Hunde
und Katzen sind Streuner ohne Besitzer.
Manche genießen einfach nur ihre Freiheit.

Irina Fronescu ist von der Tierschutz-Organisation Vier Pfoten.
Sie sagt, dass man sich zuerst informieren muss,
ob der Hund oder die Katze jemandem gehört.
Oder ob sie wirklich auf der Straße leben.
Oft wissen Angestellte in Hotels oder
Menschen aus der Nachbarschaft
am besten Bescheid.
Die Einwohner kennen sowohl die
herumstreunenden Tiere,
als auch die Tierfreunde aus der Gegend.

Am besten ist Unterstützung vor Ort.
Das können Futterspenden oder Geldspenden
an eine Organisation sein.
Die Expertin rät auch vom Füttern der Streuner ab.
Herumstreunende Hunde oder Katzen
merken sich, wo es etwas zu essen gibt.
Wenn man wieder abreist,
suchen die Tiere vergeblich nach Futter.
Die direkte Hilfe der herumstreuenden
Hunde oder Katzen sollte man den Experten überlassen.
Tierschützer können das Impfen, Entwurmen
und Kastrieren übernehmen,
um das Leid der Tiere zu verkleinern.

Wenn man Hunde und Katzen aus dem Ausland
nach Österreich bringt, müssen sie gesund sein.
Außerdem müssen sie einen bestimmten Tier-Ausweis haben.
Sie brauchen auch eine Impfung gegen Tollwut
und einen Chip, damit man sie erkennt.
Wenn ein Hund oder eine Katze auf verbotene
Weise nach Österreich gebracht wird,
kann das Tier dem Besitzer abgenommen werden.
Dabei leiden die Tiere und die Menschen.