Einfache Sprache
11.07.2018

Rücktritt von 2 britischen Ministern sorgt für Unklarheit

© Bild: REUTERS/TOBY MELVILLE

In London sind der britische Außenminister und der britische Minister für den Ausstieg von Großbritannien aus der EU, zurückgetreten.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Am 9. Juli sind der britische Außenminister Boris Johnson
und der Minister für den Ausstieg von Großbritannien aus
der Europäischen Union, David Davis zurückgetreten.
Die Europäische Union, auch EU genannt,
ist ein Zusammenschluss von 28 Ländern in Europa.
Außenminister Johnson begründete seinen Rücktritt damit,
dass es einen Austritt von Großbritannien aus der EU nach
seinen Vorstellungen nicht geben wird.

Die beiden Minister lehnen den Regierungsstil von
Premierministerin Theresa May ab.
Premierminister nennt man den Regierungschef.
Johnson und Davis wollen erreichen,
dass Großbritannien gnadenlos aus der EU austritt.
Damit ist gemeint, dass sie dagegen sind, dass vor dem EU-Austritt
Vereinbarungen mit den restlichen EU-Ländern
getroffen werden, die zum Beispiel den Handel
zwischen der EU und Großbritannien regeln.
May möchte Großbritannien für den freien Austausch
von Waren innerhalb der EU offen halten.

Es wird nun befürchtet, dass nach dem Rücktritt der 2 Minister
weitere Minister zurücktreten und Premierministerin May dadurch
das Vertrauen der Bevölkerung verliert.
Die Gegner von Theresa May werfen ihr vor,
dass sie keinen wirklichen Austritt aus der EU plant.
Sie meinen, dass May Großbritannien schwächen wird.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz
meint dazu, dass die Rücktritte der beiden Minister
für die britische Regierung eine Herausforderung sind.
Kurz sagte auch, dass für die EU entscheidend ist,
wie es nach den Rücktritten der Minister weitergeht.

Kurz fügte hinzu, dass es für Österreich wichtig ist,
dass die Verhandlungen über den Austritt von Großbritannien
aus der EU rasch vorangehen.
Kurz möchte auch Klarheit über eine zukünftige, starke
Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und der EU.