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28.08.2018

Papst enttäuscht Opfer von Missbrauch

Papst Franziskus hat Ende August Irland besucht. Viele Menschen haben von ihm Lösungs-Vorschläge zum Thema sexueller Missbrauch erwartet. Sie wurden enttäuscht.

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Vor Kurzen wurde der Fall von Colm O‘Gorman bekannt.
O‘ Gorman ist aus Irland.
In Irland gibt es sehr viele Menschen mit katholischem Glauben.
Er wurde, als er 14 Jahre alt war, zum 1. Mal von
einem Priester sexuell missbraucht.
Sexueller Missbrauch sind sexuelle Handlungen,
die jemandem gegen seinen Willen aufgezwungen werden.
Über 2 Jahre wurde O‘Gorman immer wieder missbraucht,
bis er aus seinem Heimat-Ort weggelaufen ist.
Erst nach 10 Jahren hat er sich getraut,
den Missbrauch anzuzeigen.
Es haben sich noch sehr viele andere Menschen gemeldet,
die ebenfalls von Priestern missbraucht wurden.
O‘Gorman möchte, dass die katholische Kirche zugibt,
dass viele Kinder und Jugendliche von Priestern missbraucht wurden.
Außerdem möchte O‘Gorman, dass der Vatikanstadt damit aufhört,
sexuellen Missbrauch zu verheimlichen, der von Priestern begangen wurde.
Der Staat Vatikanstadt ist in Rom.
Der Papst ist der Staatschef vom Vatikan.
Es ist ein sehr wichtiger Ort für gläubige Christen.

Papst Franziskus hat am 25. und 26. August Irland besucht.
Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche.
Der Besuch sorgte für Aufsehen, weil viele Opfer

von sexuellen Missbrauch durch Priester, sich von
Papst Franziskus genaue Pläne
für den Kampf gegen Missbrauch erhofft hatten.

Papst Franziskus sagte bei einem Besuch
im Wallfahrts-Ort Knock, dass ihn die Berichte
von sexuellem Missbrauch von jungen Menschen,
sehr berührt haben.
O‘Gorman findet, dass es eine Schande ist,
dass Papst Franziskus nicht zugegeben hat,
dass Missbrauchs-Fälle in vielen Ländern verschwiegen werden.

Maeve Lewis setzt sich für Opfer von Missbrauch ein.
Lewis meint, dass die Missbrauchs-Opfer fordern,
dass der Vatikan Tausende Dokumente freigibt,
in denen Missbrauchs-Vorwürfe erfasst sind.