Einfache Sprache
30.11.2018

Mann beschwert sich auf Twitter über die Vorurteile der Wiener

Auf Twitter erzählt der Mann über ein Treffen mit einem verletzten Obdachlosen und einem Flüchtling aus Afghanistan.

Link zum Original-KURIER-Artikel

„Was is los mit dieser Stadt“, schrieb ein
Twitter-Nutzer, der sich „euer
žarko“ nennt,
zu seinem Beitrag auf Twitter.
Twitter gehört zu den sozialen Medien.
Die Seite wird dafür genutzt, um kurze
Nachrichten im Internet zu verbreiten.
Er kritisiert dabei die Hilfsbereitschaft
der Wiener Bevölkerung.
Kritisieren heißt, dass man sagt,
wenn man etwas nicht gut findet.

Er erzählt von einem Erlebnis,
das er vor kurzem hatte.
In der Nacht war er im
15. Wiener Bezirk unterwegs.
Er wollte dort einen Kebab essen,
und kam mit einem Flüchtling
aus Afghanistan ins Gespräch.
Die beiden haben einen Obdachlosen
entdeckt, der auf einer Parkbank lag.
Obdachlose sind Menschen,
die kein eigenes Zuhause haben.
Als der Flüchtling auf die Toilette ging,
ging er zum Obdachlosen
und redete kurz mit ihm.
Er meinte, dass der Obdachlose am
ganzen Körper zittert und ein
gebrochenes Bein hat.

Danach ging der Mann selbst
zum Obdachlosen, um mehr zu erfahren.
Die Lage schien ernst, und er rief die Rettung.
Der Flüchtling deckte den Obdachlosen
mit seiner Jacke zu und legte ihm
Zeitungen unter den Kopf.

Der Rettungsdienst, der nach 15 Minuten kam,
behandelte den jungen Afghanen schlecht.
Der Mann griff ein und erklärte, dass
der Flüchtling der einzige war,
der dem Obdachlosen geholfen hat.
Der Flüchtling legte sogar die Zeitungen wieder
in den Zeitungsständer zurück.
Er wollte nämlich keine Unordnung hinterlassen,
als der obdachlose Mann von der Rettung
mitgenommen wurde.

Der Mann schrieb in seinem Beitrag auf
Twitter, dass er sich dafür schämt, dass er
selbst nicht mehr für den Obdachlosen getan hat.
Außerdem kritisiert er die Mitarbeiter vom
Rettungsdienst, die den jungen Mann aus
Afghanistan schlecht behandelt haben.
Er meint, dass viele Menschen Vorurteile
gegen Flüchtlinge haben und ihnen erst
gar keine Chance geben.
Diese Einstellung kritisiert er
in seinem Beitrag.

Das Posting wurde fast 2 300 Mal
positiv bewertet.
Auf Twitter waren viele Menschen
seiner Meinung.