Einfache Sprache
30.04.2018

Lesen ist wichtig für mehrere Teile vom Gehirn

Es gibt viele Menschen, die nicht richtig schreiben und lesen können. Lesen und Schreiben ist aber in vielen Teilen im Leben sehr wichtig.

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Viele Menschen wissen bereits,
dass Lesen ein Training für das Gehirn ist.
Wer das Lesen viel übt, trainiert damit auch
Fähigkeiten wie das Lernen, die Aufmerksamkeit
oder auch das Gedächtnis.
Die meisten Menschen verwenden das Lesen
und Schreiben im alltäglichen Leben.
Dabei machen sie das oft,
ohne groß darüber nachzudenken.

Aber damit man das so einfach machen kann,
muss das Gehirn verschiedene Dinge gleichzeitig verarbeiten.
Zum Beispiel verarbeitet das Gehirn, während wir schreiben,
alles was wir sehen oder hören.
Und auch das Langzeit-Gedächtnis und Arbeits-Gedächtnis
werden währenddessen aufeinander abgestimmt.
Im Langzeit-Gedächtnis speichert das Gehirn die Informationen,
die es längere Zeit immer wieder braucht.
Das Arbeits-Gedächtnis ist ein Teil vom
menschlichen Erinnerungs-Vermögen.
Es ist zum Beispiel dafür zuständig,
dass wir uns am Ende von einem Satz,
noch an den Beginn vom Satz erinnern können.
Es ist wichtig, dass wir das Lesen und Schreiben
so lange gut trainieren, bis wir beides ohne Mühe beherrschen.
Dadurch ändert sich der Zustand vom Gehirn
und seine Funktionen.

Die Forschung beschäftigt sich
bei diesem Thema auch mit 2 Fragen.
Was ist nötig, damit wir Lesen
und Schreiben lernen können?
Und wie beeinflusst diese Fähigkeit
unser Denken und unsere Wahrnehmung?
Der Psychologe Falk Huettig beschäftigt sich damit,
welche Fähigkeiten im Gehirn sich mit
dem Lesenlernen verändern.
Ein Psychologe erforscht das Verhalten von Menschen.
Menschen, die Lesen können, können leichter hören,
wie etwas ausgesprochen wird.
Das hat José Morais von der Universität Brüssel
schon vor vielen Jahren festgestellt.
Menschen, die eine „Lese-Rechtschreib-Störung“,
„LRS“, haben, fällt es schwer zu erkennen,
wie bestimmte Worte ausgesprochen werden.

Bei Lese-Rechtschreib-Störungen
kommt es noch zu weiteren Schwierigkeiten.
Zum Beispiel fällt es einem Betroffenen schwer
etwas Gesagtes zu wiederholen, oder auch Bilder,
Farben und Zeichen sofort zu erkennen.
Zusätzlich haben Betroffene Schwierigkeiten
dabei zu erkennen, wie ein angefangener Satz
weiter gehen könnte.

Morais sagt, dass weltweit immer noch
sehr viele Menschen nicht lesen und schreiben können.
Morais sagt, wenn Kinder und Jugendliche
die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben lernen,
hat das gute Auswirkungen auf ihr Denken.
Wenn man das Lesen und Schreiben gelernt hat,
kann man sich einfach über Themen informieren.
Dann kann man sich auch mit anderen Menschen
über ihre Meinungen unterhalten.