Kellnerinnen sollen vor sexueller Belästigung geschützt werden

Symbolbild © Bild: Getty Images/Istockphoto/fotostorm/Istockphoto

Die Chefin von einem Lokal im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien hat sich etwas überlegt, um ihre Mitarbeiterinnen zu schützen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Die Lokal-Chefin, Erin Wade lebt in der Stadt Oakland
im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien.
Sie möchte die Kellnerinnen in ihrem Lokal
vor sexueller Belästigung beschützen.
Auf die Idee kam Wade, weil sie von ihren Mitarbeiterinnen
E-Mails erhielt, in denen von Belästigungen berichtetet wurde.
Einer Angestellten zum Beispiel, wurde von einem Mann,
der mit seinen 4 Kindern am Tisch saß, unter das T-Shirt gegriffen.
Nach diesem Vorfall sprachen auch andere Angestellten darüber,
dass sie belästigt wurden.

Wade schrieb in einem Kommentar für eine amerikanische
Zeitung, dass sie über diesen Vorfall schockiert war.

Wade entschloss sich dazu,
gemeinsam mit ihren Angestellten eine Lösung zu finden.
Wade hat ein Farbsystem erarbeitet, mit dem Kellnerinnen
zeigen können, wenn sie von Kunden sexuell belästigt werden.

Sie können auch zeigen, wie stark sie belästigt werden.
Die 1. Stufe ist Gelb.
Darunter fallen unanständige Blicke oder eine
für sie unangenehme Stimmung.
Die 2. Stufe ist Orange.
Darunter fallen unangemessene Kommentare
mit sexuellen Anspielungen,
zum Beispiel Komplimente für das Aussehen.
Die 3. und letzte Stufe ist Rot.
Darunter fallen direkte sexualisierte Berührungen oder Kommentare.
Aber auch Vorfälle, die sich wiederholen, aus der Stufe Orange.

Wenn eine Kellnerin ein Problem hat,
meldet sie die entsprechende Farbe.
Der Geschäftsführer wird aufgefordert,
entsprechende Schritte zu ergreifen.

Bei der roten Stufe muss der betroffene Gast das Lokal verlassen.
Bei der orangen Stufe übernimmt der Geschäftsführer den Tisch
und bei der gelben Stufe müssen die Kellnerinnen selbst entscheiden,
ob sie die Gäste weiter bedienen möchten oder ob das
der Geschäftsführer tun soll.

Wade sagt, dass es durch das Farbsystem immer
weniger Vorfälle gibt, bei denen Kellnerinnen direkt belästigt werden.

Die Kellerinnen werden in ihrer Arbeitszeit davor geschützt,
immer wieder in unangenehme Situationen zu kommen.

Auch wird Geschäftsführern die Entscheidungen über das Einschätzen
von schwierigen Situationen abgenommen.
Das Farbsystem sorgt für einen sichereren Arbeitsplatz.

( kurier.at , ll ) Erstellt am 14.06.2018