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03/14/2019

Ist die Entfernung einer geschädigten Schilddrüse sinnvoll?

Forscher haben herausgefunden, dass es manchen Menschen mit der Hashimoto-Krankheit besser geht, wenn die Schilddrüse entfernt wird.

von Inklusive Lehrredaktion

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Bei der Hashimoto-Krankheit handelt es sich um die
am weitesten verbreitete Auto-Immun-Krankheit.
Bei Auto-Immun-Krankheiten ist das Abwehrsystem
vom Körper geschädigt.
Das Abwehrsystem schützt den Menschen normalerweise
vor Krankheiten.
Bei Auto-Immun-Krankheiten greift das Abwehrsystem
den Körper an.

Die Hashimoto-Krankheit ist die häufigste Ursache für
eine geschädigte Schilddrüse.
Die Schilddrüse befindet sich unterhalb vom Kehlkopf im Hals.
Eine geschädigte Schilddrüse kann unter anderem zu
Müdigkeit und Gewichtszunahme führen.
Bis die Krankheit erkannt wird, dauert es meist einige Zeit.
Für die Behandlung der geschädigten Schilddrüse
werden normalerweise Medikamente verwendet.
Man kann aber auch die Schilddrüse entfernen.

Norwegische Forscher haben bei einer Untersuchung
die Behandlung mit Medikamenten und die Entfernung
der Schilddrüse verglichen.
Die untersuchten Patienten waren zwischen
18 und 79 Jahre alt.
Sie wurden über 18 Monaten nachbeobachtet.
Die Medikamente zeigten bei den Patienten keine
Wirkung, da die gesundheitlichen Probleme weiterhin
vorhanden waren.

Bei einem Teil der Patienten wurde die Schilddrüse entfernt.
Bei den Patienten, bei denen die Schilddrüse entfernt
wurde, hat sich die Gesundheit gebessert.
Außerdem ist die Erschöpfung bei den Patienten verschwunden.
Laut den Forschern könnte es manchen Patienten mit
der Hashimoto-Krankheit besser helfen, wenn die
Schilddrüse entfernt wird.