Einfache Sprache
07.12.2018

Eine 16-Jährige setzt sich für das Raucherverbot in Lokalen ein

Chiara und ihr Vater sind zum Verfassungs-Gerichtshof gegangen, um für ein Raucherverbot in Lokalen zu kämpfen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Chiara Pallua ist 16 jahre alt.
Sie ist mit ihrem Vater, Peter Pallua,
zum Verfassungs-Gerichtshof gegangen.
Sie möchte, dass es bald ein
Rauchverbot in allen Lokalen gibt.
Der Verfassungs-Gerichtshof hat viele Aufgaben.
Zum Beispiel ist der Verfassungs-Gerichtshof
für den Schutz von den Rechten der Menschen
in Österreich zuständig.

Chiara hat vor kurzem das
„Don`t smoke“-Volksbegehren unterschrieben.
Mit einem Volksbegehren möchten die Bürger erreichen,
dass sich Politiker mit einem bestimmten Thema beschäftigen.
Wenn 100 000 Menschen ein Volksbegehren unterschreiben,
müssen die Politiker über dieses Thema im Parlament sprechen.

Im „Don´t smoke"-Volksbegehren wurde ein
allgemeines Raucherverbot in der Gastronomie gefordert.
Die Gastronomie beschäftigt sich
mit der Bewirtung von Gästen in Lokalen.
In der Gastronomie gibt es 12 verschiedene Betriebs-Arten.
Dazu gehören zum Beispiel
Gasthäuser, Diskos, Eis-Salons und Bars.

Chiara erzählt, dass sie selbst gerne
mit ihren Freunden in Lokale geht.
Es stört sie aber, dass sie dort, ohne es zu wollen,
Zigaretten-Rauch einatmen muss.

Den Weg zum Verfassungs-Gerichtshof
macht man nicht jeden Tag.
Neben der Familie Palluas haben auch
2 Restaurants und die Stadt Wien,
Anträge für das Raucherverbot in der Gastronomie gestellt.
Sie finden es alle nicht gut,
dass in vielen Lokalen noch geraucht werden darf.
Eigentlich hätte es schon im Mai 2018 ein
komplettes Raucherverbot in der Gastronomie geben sollen.
Die Regierung hat es aber verhindert,
dass dieses Gesetz in Österreich gültig wird.

Vor allem in Bars oder Diskos, wo sich
viele Jugendliche aufhalten, wird viel geraucht.
Gerade dort sollte es aber verboten sein,
finden viele, die das „Don´t Smoke“-Volksbegehren
unterschrieben haben.

Die Folgen sind schlimm
Laut dem Umwelt Arzt, Manfred Neuberger,
ist das Passiv-Rauchen damit vergleichbar,
als wäre man selbst ein leichter Raucher.
Passiv-Rauchen ist das Einatmen von Tabak-Rauch,
der durch das Rauchen von anderen Personen verursacht wird. 
Die Folgen dadurch sind Erkrankungen der Lunge und des Herzens.

Bei Untersuchungen wurde herausgefunden, dass in Ländern,
in denen es ein Rauchverbot in Lokalen gibt,
weniger Menschen einen Herzinfarkten bekommen.