Einfache Sprache
29.11.2018

„Die Gruft“: Ein Schlafplatz und warmes Essen für Obdachlose

Die Gruft in Wien hilft Obdachlosen seit 30 Jahren. Die Menschen sollen wieder in ein geregeltes Leben finden.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Die Gruft ist eine Einrichtung für Obdachlose
von der Wiener Caritas.
Die Einrichtung ist unter der
Barnabitenkirche, im
6. Wiener Bezirk.
Obdachlose sind Menschen,
die kein eigenes Zuhause haben.
Die Gruft bietet den obdachlosen Menschen
Wärme, Essen und Betreuung an.
Die Gruft ist für viele die erste Stelle
an die sie sich wenden, wenn sie
ihre Wohnung verloren haben.
Gegründet wurde die Gruft
im Jahr 1986, von Schülern.
Gemeinsam mit dem Pfarrer,
Peter Albert Gabriel, schmierten die Schüler
Brote für die Obdachlosen und
gaben ihnen heißen Tee.
Damals gab es nicht viel Platz
für die Obdachlosen.

32 Jahre später ist die Gruft die bekannteste
Not-Schlafstelle für Obdachlose, in Wien.
Letzten Winter übernachteten dort
22 400 Menschen.

Seit 2005 spenden Raiffeisen und der KURIER
gemeinsam für die Gruft.

Werner S. verbrachte 6 Monate in der Gruft
Werner S. hat 42 Jahre normal gelebt.
Er hat viel gearbeitet und auch viel Geld verdient.
Anfang 2018 traf er eine falsche Entscheidung
und in seinem Leben gab es einen Schicksals-Schlag.
Ein Schicksals-Schlag ist ein trauriges Ereignis,
dass das weitere Leben verändert.
Plötzlich schlief er mit 70 anderen Menschen
in der Not-Schlafstelle.

Werner S. hat insgesamt 6 Monate
in der Gruft verbracht.
Danach konnte er in eine betreute
Wohn-Einrichtung ziehen, wo er bis jetzt lebt.
Im Jänner 2019 wird er in seine eigene Wohnung ziehen.