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Wie innovative Medizinprodukte Diagnose und Behandlung verbessern

Robotische Assistenzsysteme und Digitalisierung revolutionieren die Medizin: Präzisere Eingriffe, schnellere Genesung und mehr Sicherheit im OP.
Roboterarme mit chirurgischen Instrumenten über einem OP-Tisch.

Die Medizin der Zukunft beginnt nicht erst im Operationssaal. Sie beginnt dort, wo innovative Medizinprodukte Diagnosen früher ermöglichen, Behandlungen präziser machen und den Alltag von Patientinnen und Patienten spürbar verbessern. 

Digitalisierung und robotische Assistenzsysteme stehen dabei für eine Entwicklung, die das Gesundheitswesen nicht nur technologisch verändert, sondern vor allem menschlicher machen kann: durch mehr Sicherheit, mehr Individualisierung und mehr Qualität in der Versorgung. Gerade bei der Digitalisierung zeigt sich, wie stark Medizinprodukte inzwischen in moderne Versorgungskonzepte eingebunden sind. Sie helfen dabei, Gesundheitsdaten besser zu integrieren, Abläufe strukturierter zu gestalten und Patientinnen und Patienten enger in ihre Behandlung einzubinden. 

Damit entstehen neue Möglichkeiten für eine Medizin, die nicht nur auf akute Erkrankungen reagiert, sondern Gesundheit laufend begleitet. Für Patientinnen und Patienten ist dieser Fortschritt ganz konkret spürbar. Wo Informationen schneller verfügbar sind und digitale Anwendungen medizinischen Nutzen stiften, können Entscheidungen fundierter getroffen und Therapien gezielter begleitet werden.

Digitalisierung und robotische Assistenzsysteme werden die Medizin in den kommenden Jahren wesentlich prägen – vor allem, weil sie neue Möglichkeiten in der klinischen Praxis eröffnen. Ihr gesellschaftlicher Nutzen wird sich daran messen, wie gut es gelingt, diese Technologien sinnvoll in bestehende Abläufe zu integrieren und ihren Einsatz qualitätsgesichert zu gestalten“, sagt Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien.

Porträt von Dr. Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien

Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien

Innovationen, die ankommen

Besonders sichtbar wird die Innovationskraft der Branche in der Roboterchirurgie. Robotische Assistenzsysteme machen den Menschen im OP nicht überflüssig, ganz im Gegenteil: Sie verstärken die ärztliche Kompetenz durch Technik, die digitale Information in hochpräzise Bewegungen übersetzen kann. „Ziel ist es, die Stärken von Mensch und Roboter intelligent miteinander zu verknüpfen, sodass am Ende die Sicherheit und die Effizienz verbessert werden“, sagt KommRat Mag. Alexander Hayn, MBA, Obmann für den Medizinproduktehandel in der Wirtschaftskammer Wien.

Porträt von KommRat Mag. Alexander Hayn, MBA, Obmann für den Medizinproduktehandel in der Wirtschaftskammer Wien

KommRat Mag. Alexander Hayn, MBA, Obmann für den Medizinproduktehandel in der Wirtschaftskammer Wien

Das bringt viele Vorteile, vor allem für Patientinnen und Patienten. „Je präziser ein Eingriff durchgeführt werden kann und je weniger umliegendes Gewebe belastet wird, desto besser sind die Voraussetzungen für eine rasche Erholung. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das schonendere Eingriffe, bessere funktionelle Ergebnisse und oft ein schnellerer Weg zurück in den Alltag“, erklärt Dr. Thomas Winkler, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Belegarzt in der Privatklinik Döbling. 

Der versierte Chirurg blickt auf fast 20 Jahre Erfahrung mit der robotischen Operationstechnik zurück: „Von der Operation im Oberbauch, wie Gallenblase oder Reflux, bis hin zu Darmkrebs setze ich Robotik leidenschaftlich und mit großem Erfolg ein.“ Er beschreibt sich als technikaffin, wenn es Sinn macht: „Es macht mir als Chirurgen große Freude, mit so präzisen und exakten Instrumenten arbeiten zu können. Die Robotik bringt in vielerlei Hinsicht Vorteile, die aber nicht in jeder Situation gleich sind, und somit ist es wichtig, individuell zu entscheiden, wer wann und bei welchem Eingriff besonders von dieser weltweit modernsten Technik profitiert.“ 

Die Robotik steht nach Ansicht des Chirurgen aber noch am Anfang: „Digitale Systeme bieten überhaupt erst die Möglichkeit künstliche Intelligenz zu implementieren, Operationen besser zu standardisieren und die Operationen weniger traumatisierend und komplikationsärmer zu gestalten.“ Auch eine bessere Ausbildung für Nachwuchschirurgen ist möglich, wie sich in der eigenen Familie zeigt: Sohn Paul Winkler schließt in Kürze sein Medizinstudium ab und hat schon während dieser Zeit Erfahrungen mit der roboterassistierten Technik gesammelt: „Am meisten hat mich beeindruckt, dass die Organe im menschlichen Körper dreidimensional dargestellt werden und perfekt ausgeleuchtet im virtuellen Raum zu sehen sind. Das gibt einem das Gefühl, im Körper zu sein und an Ort und Stelle zu reparieren.“ 

Für Anwenderinnen und Anwender im Gesundheitswesen sind moderne Medizinprodukte damit ein klarer Fortschritt. „Wenn Systeme präziser arbeiten, Prozesse standardisierbarer werden und technische Unterstützung im richtigen Moment zur Verfügung steht, steigt die Qualität. Gerade in einem hochkomplexen Umfeld wie der Chirurgie, schafft moderne Medizintechnik viele Möglichkeiten der Entlastung“, sind sich Thomas und Paul Winkler einig.

Zwei Chirurgen in OP-Kleidung stehen vor einem robotischen Assistenzsystem im Operationssaal.

Dr. Thomas Winkler (li.) und Sohn Paul (re.) sind von der präzisen Arbeit mit dem Operationsroboter überzeugt.

Für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem

Damit diese Innovationen tatsächlich bei den Menschen ankommen, braucht es eine starke Branche und einen leistungsfähigen Medizinproduktehandel, der dafür sorgt, dass Wissen, Beratung, Schulung und Versorgungssicherheit auch ankommen. „Moderne Medizinprodukte müssen nicht nur verfügbar sein, sondern auch richtig ausgewählt, verständlich erklärt und professionell in den Versorgungsalltag integriert werden“, sagt Hayn und ist überzeugt, dass sich genau hier die Stärke des Medizinproduktehandels als Bindeglied zwischen Innovation und Anwendung zeigt. 

„Fortschritt in der Medizin entsteht nicht nur im experimentellen Labor, sondern vor allem auch im täglichen Zusammenwirken mit Patient:innen und Industrie“, sagt Müller und ergänzt: „Gute Medizinerinnen und Mediziner von morgen werden, noch stärker als bisher, zu vertrauenswürdigen und informierten Begleitern in einer hochtechnisierten Medizin-Umgebung. In der Ausbildung wird es noch stärker als bisher um Haltungen gehen, weniger um Inhalte, welche morgen vielleicht schon überholt sein werden. Diese Haltung umfasst auch einen humanistischen Zugang zu Digitalisierung in der Medizin.“ 

Die Medizinproduktebranche verbindet Innovationskraft mit einem konkreten Nutzen für die Gesellschaft. Sie entwickelt Lösungen, die früher erkennen, präziser behandeln und Menschen im Alltag besser begleiten. Sie stärkt medizinisches Personal durch intelligente Unterstützung. Und sie schafft die Grundlage für ein Gesundheitssystem, das nicht nur leistungsfähig, sondern auch zukunftsfit ist.

Das rote Logo von WKOI mit dem Slogan „Foto • Optik • Medizinprodukte“.