Wettbewerb: Kleine Hände, große Bauwerke

Die Miniziegel-Competition der Landesinnung Bau Wien weckt Baubegeisterung bei Kindern.
Kindergruppe mit Lehrerin hält Siegerscheck der Miniziegel-Competition in einem Klassenraum.

Die Stadt von morgen braucht zukunftsfitte Gebäude. Die Gestaltung derer beginnt nicht erst bei Architekturbüros oder Bauprojekten, sondern viel früher – bei Kindern. Baubegeisterung zu fördern bedeutet, Neugier zu wecken, kreatives Denken zu stärken und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie Räume entstehen und was man mit seinen eigenen Händen bewirken kann. Denn wer früh versteht, wie Städte funktionieren und wie sie gestaltet werden können, trägt später dazu bei, lebenswerte, widerstandsfähige und zukunftsfähige Städte zu schaffen.

Schüler:innen und Erwachsene stehen da mit zwei Gutscheinen vor einem Rohbau auf einem Tisch.
Ein detailreiches Miniaturhaus aus Ziegelsteinen steht vor mehreren Personen.

Der Rohbau eines Zweifamilienwohnhauses der GTMS Sonnwendviertel.

Talente fördern

Projekte wie der Miniziegel-Wettbewerb setzen genau hier an – bei den Kindern und Jugendlichen in den Schulen. Die „Miniziegel-Competition“ der Landesinnung Bau Wien hat zum Ziel, Kinder der Volksschulen und Mittelschulen spielerisch an die Welt des Bauens heranzuführen und handwerkliche Talente früh zu fördern. Dieses Jahr ging der Wettbewerb in die zweite Runde. Jede teilnehmende Schule erhielt: 768 ganze Miniziegel, 112 halbe Miniziegel, 10 Kunststoffkellen, Holzbausteine, eine Grundplatte und Mörtel sowie Mörtelschalen.

Danach hieß es: Köpfe zusammenstecken und eine Idee für ein cooles Gebäude austüfteln. Unter dem Motto „Bau deine Zukunft“ konnten die Kinder so ihrer Kreativität freien Lauf lassen. 

Schülergruppe hält einen großen Scheck für den ersten Platz beim Miniziegel-Wettbewerb.
Ein selbst gebautes Hochhaus

Gemeinsam hoch hinaus wollte die MS Dominikanerinnen.

„Mit unserem Projekt wollen wir zeigen, was wir als Team schaffen können, wenn wir zusammenhalten. Unsere Schule ist bunt und vielfältig – das wollten wir auch in unserem Werk widerspiegeln. Im Sinne der Nachhaltigkeit haben wir uns dann noch ein Beispiel an vertical gardening genommen und versucht, Handwerk und Kreativität zu verbinden. Schritt für Schritt haben wir uns zu unserem Ziel hingearbeitet und freuen uns, etwas geschaffen zu haben, worauf wir jetzt stolz sein können“, heißt es beispielsweise aus der Mittelschule Hörnesgasse, die den zweiten Platz belegt hat. 

Die Sieger*innen (siehe Tabelle) wurden am 13., 14. und 16. April 2026 direkt in den Schulen besucht und die Preise von der Landesinnung Bau Wien und dem Lehrlingsexpert*innen-Team Wien überreicht.

Tabelle mit den Gewinnerklassen und Platzierungen des Miniziegel-Wettbewerbs 2024.

Doppeltes Voting

Zuerst wählten die Besucher*innen der Website ihre Favoriten, bevor eine fachkundige Jury der Landesinnung Bau Wien die endgültigen Gewinner*innen bestimmte. Die hohe Qualität der Einreichungen hat in diesem Jahr zu einem besonderen Ergebnis geführt: Es wurden zwei 1. und 3. Plätze vergeben (Punktegleichstand der Jury). Ein zusätzlicher Sonderpreis für die sauberste Arbeit in jeder Schulstufe (Volks- bzw. Mittelschule) wurde ebenfalls vergeben. Jede Gewinnerklasse darf sich über einen Materialgutschein im Wert von bis zu 500 Euro freuen – für Werk- und Baumaterialien für die Schule. 

Lehrlingsexpertin Nicole Mürner: „Es ist beeindruckend zu sehen, welche Kreativität und welche vielfältigen Bauwerke entstehen, wenn Kindern die richtigen Materialien und der Raum zum Gestalten gegeben werden. Besonders schön ist die Begeisterung bei der Siegerehrung, die leuchtenden Kinderaugen, der Stolz über die eigenen Bauwerke und die Freude über die Auszeichnung ihrer Leistungen zeigen, wie wertvoll dieses Projekt für die Kinder ist.“

Modellhaus aus Miniziegeln mit Solarpaneelen auf dem Dach auf einem Tisch im Klassenraum.

Das Einfamilienhaus der Volksschule Carlbergergasse. 

WKO Wirtschaftskammer Wien Landesinnung Bau
Logo mit rotem Dach und schwarzem „BM“ sowie dem Schriftzug „Baumeister“.