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Lukas Steinegger: Tanzen lernen – mit Partner, ohne Partner & mit System

Lukas Steinegger ermöglicht ProAm-Tanzsport und das Tanzen ohne festen Tanzpartner in Tirol und Innsbruck.
Ein lächelnder Mann im schwarzen Frack steht mit ausgebreiteten Armen auf einer Tanzfläche.

Lukas Steinegger: Tanzen lernen – mit Partner, ohne Partner & mit System

Ob ohne festen Tanzpartner, als Hobby oder im Turnierbereich – Lukas Steinegger zeigt, wie Tanzsport heute funktioniert: individuell, flexibel und für jeden zugänglich. Sein Ansatz? Tanzen als maßgeschneidertes Bewegungstraining, das Kinder, Erwachsene und ambitionierte Amateure gleichermaßen anspricht. Selbst wer keinen Tanzpartner hat, findet bei ihm eine Lösung.

Vom Nachwuchstänzer zum Trainer

Seinen Einstieg fand Lukas Steinegger früh: Bereits als Kind stand er im Tanzkurs, wenig später folgten erste Turniere. Was zunächst als Hobby begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer professionellen Laufbahn. Parallel zur aktiven Karriere absolvierte er Ausbildungen im Sport- und Trainingsbereich, darunter die staatliche Sportinstruktoren-Ausbildung. Ein entscheidender Moment war das erste Training in München bei seinem späteren Haupttrainer. "Entweder ich lerne das jetzt richtig – oder ich höre auf", erinnert er sich an seine damalige Entscheidung. Es folgten Jahre mit regelmäßigen Fahrten von Innsbruck nach München, oft mehrmals pro Woche. Der Höhepunkt? Das Finale der Profi-Weltmeisterschaft 2022 in Warschau. Doch was ihn heute als Trainer auszeichnet, sind nicht nur eigene Erfolge, sondern der Weg dorthin: Mit präziser Technik, individueller Förderung und dem Gespür fürs Detail.

Tanzen als individuelles Bewegungssystem

Steineggers Trainingsansatz basiert auf einem klaren Prinzip: Es gibt keine einheitliche "richtige" Bewegung. Jeder Mensch bringt andere körperliche Voraussetzungen mit – und genau hier setzt sein Training an. Statt standardisierte Schrittfolgen zu wiederholen, liegt der Fokus darauf, Bewegung zu verstehen: Wie funktioniert ein Schritt im eigenen Körper? Welche Abläufe sind sinnvoll? Diese Methode, inspiriert von sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und Trainingsansätzen anderer Disziplinen, führt besonders in Privatstunden zu schnellen und nachhaltigen Fortschritten.

Breites Angebot: Von Kindern bis zu Turniertänzern

Das Trainingsangebot richtet sich bewusst an alle Zielgruppen:

  • Kinder und Jugendliche finden im Tanzsport einen Ausgleich zum Schulalltag.
  • Erwachsene nutzen Tanzen als Hobby oder sportliche Herausforderung.
  • Turnierpaare profitieren von individueller Betreuung – etwa auf dem Weg zu Meisterschaften oder bei der Technikverfeinerung.

Zusätzlich hat Steinegger in Tirol erstmals Formationstanz aufgebaut, um den Tanzsport strukturell breiter aufzustellen. Sein Anliegen: Nachwuchs fördern, Zugänge schaffen und langfristig mehr Menschen für den Sport begeistern.

Tanzen ohne festen Partner: Das ProAm-System

Ein Bereich, der in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, ist das ProAm-System: Hier tanzt ein Profi mit einer Amateurin oder einem Amateur. Für alle, denen ein Tanzpartner fehlt, entsteht so eine neue Möglichkeit – vom Einstieg bis hin zu internationalen Turnieren. Doch Achtung: Das Modell ist anspruchsvoller, als es scheint. Die Amateure müssen Bewegungen selbstständig beherrschen und aktiv umsetzen. Dabei leistet Steinegger Pionierarbeit in Tirol und eröffnet damit vor allem Frauen einen Zugang zum Tanzsport, der zuvor oft an organisatorischen Hürden scheiterte.

Zwischen Klischees und Realität

Tanzsport ist nach wie vor von Vorurteilen geprägt: "Tanzen ist nur etwas für Frauen" oder "Im ProAm übernimmt der Profi die ganze Leistung". Die Realität sieht anders aus: Eigenständigkeit, Technik und Körperkontrolle sind zentral – unabhängig davon, ob mit oder ohne festen Partner getanzt wird. Selbst gesundheitliche Einschränkungen müssen kein Hindernis sein, solange Training und Belastung individuell angepasst werden.

Ein Sport im Wandel

Der Tanzsport entwickelt sich zunehmend in Richtung Selbstbestimmung und Ganzheitlichkeit. Körperbewusstsein, Trainingsqualität und nachhaltige Entwicklung rücken stärker in den Fokus. Für Lukas Steinegger bedeutet das auch, kontinuierlich an den eigenen Methoden zu arbeiten – durch Fortbildungen, Austausch mit internationalen Trainern und den Blick über den Tellerrand hinaus. Sein Ziel ist es, Tanzsport breiter zugänglich zu machen: für Kinder, für Paare und für Menschen, die bisher keinen Zugang gefunden haben – unabhängig davon, ob ein Tanzpartner vorhanden ist oder nicht.

Weitere Informationen zum ProAm-Tanztraining, individuellen Privatstunden und aktuellen Kursen sind auf www.lukas-steinegger.at zu finden.