Frühlingsstart im Garten: Expertenwissen aus Schloss Hof

Gartentipps für den Frühling: Experten von Schloss Hof verraten, wie Sie mit Ihrem Garten perfekt in die Saison starten.
Außenansicht und Parkanlage von Schloss Hof

Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Garten aus dem Winterschlaf holen, beginnt eine der wichtigsten Phasen für Gärtnerinnen und Gärtner. Wer jetzt die richtigen Maßnahmen setzt, legt den Grundstein für eine erfolgreiche und blühende Saison. Sebastian Joos, Gartenleiter Schloss Hof und das Gartenteam, verraten, worauf es im Frühling wirklich ankommt. 

Mit diesen fünf Gartentipps gelingt der perfekte Start:

1. Kübelpflanzen früh versorgen

Kübelpflanzen sollten bereits im zeitigen Frühjahr gedüngt werden. Flüssigdünger wirkt schnell, Langzeitdünger versorgt nachhaltig und Eisendünger sorgt für sattes Blattgrün. Maßvoll gießen – erst, wenn die Erde oberflächlich abgetrocknet ist. Bei dauerfeuchter Erde kann es zu Trauermückenbefall kommen und die wenigsten Kübelpflanzen fühlen sich in nasser und kalter Erde wohl. 

Beim Auswintern gilt: lieber das wechselhafte Wetter und allfällige Spätfröste abzuwarten, vor allem bei kälteempfindlichen Exoten, wie Zitrus, Bananen, Yucca-Palme und Co. Mediterrane Pflanzen wie Oleander, Lorbeer und Olive vertragen etwas mehr Kälte und dürfen zum Abhärten schon vor den Eisheiligen ins Freie. 

Großer Baumstumpf auf Graswiese.

Wo Totholz liegt und Wiesen blühen, finden Insekten, Vögel und andere Nützlinge ein Zuhause.

Ein Vogelfutterhaus hängt an einem Baum.

Wenn Insektenhotels und Habitatbäume den Bedürfnissen der Tiere entsprechen, wird Naturschutz zum beobachtbaren Erlebnis im Garten.

2. Naturnaher Garten mit tierischen Bewohnern

Gezielt weniger Pflege in der ein oder anderen Ecke bringt mehr Vielfalt. Totholz, wie etwa ein abgestorbener Baumstumpf oder ein Stück Holz, sind ein Paradies für Käfer und viele andere Insekten, ungemähte Wiesenflächen locken Bienen und Hummeln an und dichte Hecken bieten Singvögeln Schutz und Nahrung. Durch diese Vielfalt fördert man das ökologische Gleichgewicht, wodurch Schädlinge im Zaum gehalten werden können. Nisthilfen, die den Bedürfnissen der Tiere entsprechen, bieten Schutz und ermöglichen Kindern und Erwachsenen eine tägliche Begegnung mit Nützlingen im eigenen Garten.

3. Jungpflanzen pikieren

Wer Pflanzen zu Hause selbst vorzieht muss nach den ersten echten Laubblätter die Jungpflanzen pikieren. Sie brauchen mehr Platz, Nährstoffe und das Wachstum feiner Wurzeln wird angeregt. Mit einem Pikierstab oder Bleistift kann die Erde gelockert und dadurch die Wurzeln unbeschadet angehoben werden. Danach wird die Jungpflanze in ausreichend große Töpfe mit frischer Erde gesetzt und fest angedrückt, gründlich angegossen und an einen hellen, kühlen Ort gestellt.

4. Gemüse & Kräuter jetzt aussäen

April ist der ideale Monat für die Aussaat von Karotten, Erbsen, Petersilie, Pastinaken, Radieschen oder Mangold im Freiland. Bei Kälteeinbrüchen schützt ein spezielles Gartenvlies empfindliche Pflanzen zuverlässig. Kartoffeln können ab etwa 7 °C Bodentemperatur gesetzt werden, Kräuter wie Thymian, Oregano oder Salbei ebenfalls. Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten, Gurken und Zucchini erst ab Mitte Mai ins Freie bringen. Die ersten Ernten gibt es jetzt schon von Spinat, Radieschen, Salaten und Rhabarber. 

Hände schneiden blühende Zweige mit einer Gartenschere an einem Spalier im Frühling.

Frühjahrs-To-do im Garten: Jetzt Gehölze pflanzen, Rosen schneiden, Stauden teilen und mit Kompost mulchen für eine erfolgreiche Saison.

5. Frühjahrspflege

Jetzt ist die beste Zeit zum Pflanzen von Gehölzen, Rosen und Stauden. Ebenfalls das Vermehren und Teilen von Stauden und Gräsern passt zu dieser Jahreszeit. Als Gartenregel gilt, Blüht die Forsythie können die Rosen geschnitten werden.  Ast- und Strauchschnitt muss nicht entsorgt werden, er eignet sich für das Anlegen einer Benjeshecke. Düngen Sie mit Hornspänen und mulchen Sie mit reifem Kompost oder Laub. Der Frühling ist ideal, um den Komposthaufen umzusetzen oder neu anzulegen. Das durchdringende Gießen ein- bis zweimal die Woche von Rasen, Beeten, Sträuchern und Bäumen hilft den Pflanzen mit Trockenperioden umzugehen. 

Barockgarten von Schloss Hof mit Springbrunnen, gepflegten Rasenflächen und symmetrischen Beeten.

Barockgarten Schloss Hof: Wo Pflanzen, Wasser und Architektur zu einem kunstvollen Gesamtwerk verschmelzen.

Gemälde, botanische Zeichnung, aufgeschlagene Bücher und eine Hyazinthe in einer Vitrine.

Sonderausstellung „Verspielte Symmetrie – Der Barockgarten als Kunstwerk" auf Schloss Hof.

Ausstellungsvitrinen mit Tisch und vielen Bildern an der Wand.

Sehen Sie Barockgärten als perfekte Inszenierung von Natur und Ästhetik.

Ausstellungsraum mit gerahmten Porträts, Gartenplänen und historischen Dokumenten.

Zu sehen ist die Sonderausstellung bis November 2026.

Extra-Tipp: Gartenkunst live erleben

Wer die eigenen Gartenideen jetzt umsetzt, kann sich auch von meisterhafter Gartenkunst inspirieren lassen. Auf Schloss Hof zeigt die Sonderausstellung „Verspielte Symmetrie – Der Barockgarten als Kunstwerk“ (bis 2. November 2026) wie Pflanzen, Wasser und Architektur zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk verschmelzen. Ornamental angelegte Beete, kunstvoll geschnittene Sträucher und raffinierte Wasserspiele machen deutlich, wie der Barockgarten Natur und Ästhetik präzise inszeniert. Gleichzeitig geben spannende Einblicke in die Menschen hinter dem Garten – vom Auftraggeber bis zu den Gärtnerinnen und Gärtnern – neue Perspektiven auf eine Zeit, in der Natur zur Kunst wurde.