Gold und Silber: Warum Experten jetzt zum Kauf raten
Gold gilt seit Jahrhunderten als krisensichere Anlageform. Gerade für österreichische Anleger bietet Gold derzeit mehrere überzeugende Argumente: Inflationsschutz, steuerliche Vorteile, hohe Liquidität und politische Stabilität durch Sachwertbesitz. In einem unsicheren globalen Umfeld bleibt Gold ein bewährter Anker im Portfolio – nicht als Ersatz für andere Investments, sondern als solide Ergänzung. Österreich zählt traditionell zu den goldaffinen Ländern Europas.
Gold kann man in der Europäischen Union und in den meisten Ländern der Welt mehrwertsteuerfrei kaufen. Andere Anlagemetalle wie Silber, Platin oder Palladium sind umsatzsteuerpflichtig. Von der Einkommensteuer sind realisierte Gewinne nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist befreit. Ratsam ist ein kluger Mix aus Goldmünzen und Goldbarren, wobei insbesondere Münzen ein hohes Maß an Flexibilität und Verwertbarkeit bieten.
Der Wiener Philharmoniker ist weltweit eine der beliebtesten Anlagemünzen.
„Die Goldpreisentwicklungen in den vergangenen Wochen und Monaten wirken sich sehr positiv auf unsere Geschäftsabschlüsse aus. Nach dem Preisrücksetzer Anfang Februar gibt es eine Angst, die Rally zu verpassen. Mit der Preiskorrektur eröffnete sich eine neue Möglichkeit zu einem halbwegs günstigen Preis Gold und Silber zu kaufen“, erklärt Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich. „Gold wird voraussichtlich auch 2026 ein bedeutender Stabilitätsfaktor in einem weiterhin unsicheren geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld bleiben. Trotz der starken Preisanstiege der vergangenen Jahre gilt Gold unverändert als langfristige Absicherung gegen Risiken“, so Reinhard Walz, Head of Sales bei Ögussa.
Silber hat in den vergangenen Monaten enorm an Bedeutung gewonnen. Viele Anleger sehen Silber mittlerweile als sinnvolle Ergänzung zu Gold.“
Prognosen für 2026
Laut World Gold Council erreichte das physische Investment in Barren und Münzen 2025 den höchsten Stand seit zwölf Jahren. Viele internationale Banken erwarten auch heuer ein insgesamt positives Umfeld. Die Prognosen für 2026 bewegen sich überwiegend zwischen 4.500 und 5.300 US Dollar pro Unze. J.P. Morgan rechnet für das vierte Quartal 2026 mit einem Durchschnittspreis von rund 5.055 US Dollar – aktuell notieren wir bereits bei etwa 5.068 US Dollar. Andere Analysten, wie Julia Du von der ICBC Standard Bank, sehen den Durchschnitt sogar bei rund 6.050 US-Dollar, mit einer breiten Spanne von 4.100 bis 7.150 US-Dollar.
Walz: „Diese große Bandbreite zeigt: Eine seriöse kurzfristige Vorhersage gibt es nicht. Ich gehe davon aus, dass die Schwankungen hoch bleiben. Gleichzeitig sprechen die geopolitische Lage und die starke Nachfrage institutioneller Investoren weiterhin klar für Gold.“
Wiener Philharmoniker
Besonders beliebt ist die Anlagemünze Wiener Philharmoniker, geprägt von der Münze Österreich. Sie zählt weltweit zu den meistverkauften Goldmünzen und genießt hohe Liquidität. Das bedeutet: Sie lässt sich im Bedarfsfall rasch und unkompliziert wieder verkaufen. „Beim Verkauf der Wiener Philharmoniker bemerken wir eine Veränderung. Stand bisher immer die ganze Unze unangefochten an erster Stelle, holen nun die Zehntel-Unze und im Zuge der Preisrally auch die halbe Unze in den Absatzzahlen auf“, so Starsich und weiter: „Wenn ich gefragt werde wie ich persönlich Gold veranlage, mache ich das, was ich auch unseren Kunden rate: Ich steige schrittweise, kaufe immer wieder kleinere Beträge. Ich investiere ausschließlich in Münzen, weil unsere Münzen weltweit gehandelt werden. Unsere Produkte werden überall auf der Welt zurückgenommen. Da die Geldwäsche-Bestimmungen immer strenger werden, rate ich allen unseren Kunden, die Rechnungen aufzuheben. Wenn sie die Münzen verkaufen wollen, ist es leichter, wenn sie eine Rechnung vorlegen können.“
Die Goldpreisentwicklungen in den vergangenen Wochen und Monaten wirken sich sehr positiv auf unsere Geschäftsabschlüsse aus.“
Silber als Ergänzung
Silber gewinnt bei Anlegern ebenfalls an Bedeutung als Investment in Form von Barren und Münzen. Während Gold vor allem als Wertaufbewahrungsmittel dient, schwankt der Silberpreis tendenziell stärker. „Silber hat in den vergangenen Monaten enorm an Bedeutung gewonnen. Es war 2025 der stärkste Performer unter den Edelmetallen und legte über 120 Prozent zu – vor allem dank der boomenden Solar- und Elektronikindustrie. Platin hat ebenfalls über 100 Prozent zugelegt und erreichte Anfang 2026 erstmals seit 2007 wieder neue Höchststände. Ausschlaggebend sind hier die steigende Bedeutung von Wasserstofftechnologien sowie Substitutionseffekte bei industriellen Katalysatoren. Die Nachfrage nach Ögussa Feinsilberbarren ist so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Viele Anleger sehen Silber mittlerweile als sinnvolle Ergänzung zu Gold“, so Walz. Zu beachten ist, dass bei Silber je nach Ausgestaltung andere steuerliche Regelungen greifen können, insbesondere im gewerblichen Bereich. Eine individuelle steuerliche Beratung ist empfehlenswert.
Anleger profitieren
Der Ankauf von Gold und Silber ist in Österreich ein etablierter Markt mit vielen seriösen Anbietern – aber auch mit deutlichen Preisunterschieden. Wer sich informiert, Preise vergleicht und auf Transparenz achtet, kann vom aktuellen Edelmetallmarkt profitieren.
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