Wienerin der Woche: Die Yoga-Lehrerin Hannah Molcar

„Yoga für alle“: Sie hat gute Gründe, warum sie ihre Kurse an Wiener Volkshochschulen anbietet.
Hannah Molcar sitzt auf einem Sessel und zeigt eine Yoga-Übung vor.

Sie möchte all jene Menschen erreichen, „die sonst nie in Yoga gehen würden“, antwortet Hannah Molcar auf die Frage, warum sie ihre Kurse nun an Volkshochschulen im ersten, zweiten und elften Bezirk anbietet. Und hält sich dabei an einen Satz, mit dem der weltweit bekannte indische Yoga-Lehrer Krishnamacharya öfters zitiert wird: „Wer atmen kann, kann Yoga üben.“

„Yoga für alle“ ist somit der treffendere Titel für ihre Kurse; angeboten werden sie in den Programmen der VHS auch als „Yoga am Sessel“ oder „Yoga im Sitzen“.

Zum ausführlichen KURIER Talk mit Hannah Molcar

Hannah Molcar freut sich darüber, dass sie mit der Wiener Volksbildung den wohl passenden Partner für ihre inklusiven Angebote gefunden hat. Die VHS in Simmering steht explizit für Barrierefreiheit.

Wichtig ist ihr, dass sie die Übungen möglichst in einfacher Sprache anleiten kann und alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein gutes Gefühl beim Ausführen haben. Weder der Kopfstand noch all die Klischees möglichst spektakulärer Körperverrenkungen haben in den Kursen von Hannah Molcar eine Bedeutung.

Zum inklusiven Yoga kam sie unter anderem durch ihre Arbeit im Verein GIN. Dort betreut sie Klienten und Klientinnen mit kognitiven und mehrfachen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen.

Zwar sind die Barrieren in Wien kleiner und weniger geworden. „Weg sind sie aber noch lange nicht“, sagt Hannah Molcar. Im Bereich Gesundheitsförderung sind die Hürden noch immer teils unüberwindbar. Ihr neues Angebot will das verändern.

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