Chronik | Wien
29.05.2018

Wiener Linien überlegen die Zweiteilung der 13A-Strecke

Da der Bezirk Neubau der beiseitigen Führung durch die Neubaugasse nicht zustimmt, wird nun andere Optionen geprüft.

2500 Protestunterschriften gegen die beidseitige Linienführung des 13A-Busses durch die Neubaugasse übergaben am Dienstag Unternehmer und Anrainer an die MA62 (die unter anderem für direkte Demokratie zuständig ist). Der Obmann der Einkaufsstraße, Buchhändler Karl Hintermayer,  hatte, wie berichtet, aus Sorge um Ladezonen, Parkplätze und die Sicherheit der Passanten eine entsprechende Petition gestartet. Unisono mit Bezirkschef Markus Reiter (G) plädieren die Petitionsunterzeichner für die Ausweichstrecke über die Stiftgasse. Bei den Wiener Linien schließt man die aber aus.

Da sich der siebente Bezirk umgekehrt aber vehement gegen die von den Wiener Linien favorisierte Neubaugassen-Option wehrt, wird nun auch die Zweiteilung der 13A-Strecke ernsthaft geprüft, bestätigt Unternehmenssprecher Michael Unger. Ob der Bus  dann wie zu Weihnachten bis zur Mariahilfer Straße fahren und dort wenden, und auf der anderen Seite von der Westbahnstraße aus weiterfahren würde, werde aber erst überlegt.

Auch Befürworter

Das Stimmungsbild in Neubau ist jedenfalls vielfältiger, als man meinen möchte. Es gibt auch Unternehmer und Anrainer, die die beidseitige Führung des 13A als Frequenzbringer betrachten würden. Die Neos sprechen sich ebenfalls für diese Variante aus.

Wie auch der sechste Bezirk. Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ) sieht in der Neubaugasse, „die tauglichste Option, weil dieser Vorschlag den Fahrgästen bei der Amerlingstraße eine direkte Anbindung an die U3 und kürzere Fahrzeiten verspricht“. Zudem würden Windmühl- und Capistrangasse entlastet.

Stimmt Neubau dem nicht zu, bleibe aber keine andere Option als die Zweiteilung, heißt es bei den Wiener Linien.