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Chronik Wien
08/14/2019

Wiener Linien sind mit Sicherheitsoffensive zufrieden

300 Sicherheitsdienst- und Servicemitarbeiter sind mittlerweile im U-Bahn-Netz unterwegs.

von Kevin Kada

Seit zwei Jahren achtet der Sicherheitsdienst der Wiener Linien darauf, dass in den Stationen und Fahrzeugen die Hausordnung eingehalten wird. Derzeit sind rund 100 Security-Mitarbeiter rund um die Uhr in den U-Bahn-Stationen, Zügen und Nachtbussen unterwegs. Der Dienst soll bis Jahresende ausgebaut und auf 120 Mitarbeiter aufgestockt werden. Hinzu kommen die rund 200 Service-Mitarbeiter der Wiener Linien, die vor allem als Ansprechpersonen bei Fragen oder Problemen der Fahrgäste vor Ort sind.

"Die Öffis gehören zu den sichersten Orten der Stadt. Die Sicherheitsdienst-Mitarbeiter dienen den Fahrgästen als Ansprechpersonen und sorgen dafür, dass sich alle wohl und sicher fühlern", sagt Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Hunde und Scooter

Am öftesten mussten die Sicherheitsmitarbeiter der Wiener Linien auf zwei "Problemfelder" achten: Hunde ohne Maulkorb und Fahren mit Scooter, Skateboard und anderen fahrbaren Untersätzen. Außerdem geben die Securitys rund 50.000 Fahrgästen pro Jahr Auskunft zu Fahrplänen oder Orientierung im Öffi-Netz.

Seit dem vergangenen Herbst sind die Sicherheitsdienst-Mitarbeiter der Wiener Linien auch mit Bodycams ausgerüstet. Die Kameras wirken präventiv sowie deeskalierend und helfen im Ernstfall bei der Aufklärung von Vorfällen, heißt es seitens der Wiener Linien.

 

Was viele nicht wissen, ist, dass die Sicherheitsdienst-Mitarbeiter der Wiener Linien vereidigte Eisenbahnaufsichtsorgane sind. Das bedeutet, dass sie spezielle Rechte genießen, um den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. So dürfen sie unter anderem die Identität feststellen oder im Bedarfsfall sogar Personen festnehmen.

2.700 Sicherheitskameras

In den U-Bahn-Stationen sind neben den Sicherheitsdiensten unter anderem 2.700 Kameras installiert. Für die Wiener Linien haben die Kameras ihren Zweck erfüllt. Denn sie haben nicht nur eine präventive Wirkung, sonden können bei Bedarf auch von der Polizei ausgewertet werden.

Nicht angefordertes Videomaterial wird routinemäßig nach 48 Stunden gelöscht.