Chronik | Wien
24.07.2018

Wiener KH Nord: Aufregung an Kosten für Bauzaunwartung

Dem KAV seien im Vergleich zum Zweitbieter Mehrkosten von rund 826.000 Euro entstanden.

Rund um den Bau des Wiener Krankenhauses Nord sorgt derzeit ein weiteres teures Detail für Aufregung. Wie der KURIER bereits im vergangenen November vorab berichtete, kritisierte der Rechnungshof in seinem im Mai veröffentlichten Bericht die hohen Kosten für die Wartung des Bauzauns. Der Krankenanstaltenverbund ( KAV) habe 839.00 Euro dafür bezahlt - ein Vielfaches des Angebots des Zweitbieters.

Dem KAV seien im Vergleich zum Zweitbieter Mehrkosten von rund 826.000 Euro entstanden, heißt es im Prüfbericht des Rechnungshofs. So hätte der zweitgereihte Bieter die Bauzaunwartung um lediglich 1,6 Prozent der Kosten des Auftragnehmers gemacht - also um rund 13.000 Euro.

Nächste Sitzung am 31.7.

Vonseiten des KAV gab es am Dienstag mit Verweis auf die laufende Untersuchungskommission zum Krankenhaus Nord, wo diese Themen aufgearbeitet würden, keine aktuelle Stellungnahme. Die nächste Sitzung der U-Kommission findet am 31. Juli statt. Als Zeugen geladen sind Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, und Wilhelm Marhold, ehemaliger KAV-Generaldirektor, gab die Stadt in einer Aussendung am Dienstag bekannt.

Mit scharfer Kritik reagierte die Rathaus-Opposition. "So dumm kann niemand sein - nicht mal die KAV-Bonzen, die beim KH-Nord wirklich bei jeder Gelegenheit ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt haben. Aber das hier stinkt gewaltig nach Korruption", wird der geschäftsführende FPÖ-Landesparteiobmann Johann Gudenus in einer Aussendung zitiert. "Wir haben hier wieder ein neues absurdes Beispiel, wie unverantwortlich der KAV mit dem Steuergeld der Wienerinnen und Wiener umgeht", empörte sich der NEOS-Abgeordnete Christoph Wiederkehr in einer Aussendung.