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Chronik Wien
12/19/2021

Wiener Bierwirt muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten

Ex-Lebensgefährtin erschossen, zweitägige Verhandlung: Das Urteil wird am Mittwoch erwartet.

In einem zweitägigen Mordprozess muss sich ab heute, Montag, am Straflandesgericht jener Wiener Bierwirt verantworten, der im vergangenen Frühjahr in  Wien-Brigittenau mit gezielten Schüssen seine Ex-Freundin vorsätzlich getötet haben soll. Die Krankenschwester hatte wenige Tage vor der Tat ihre 15-jährige Beziehung zu dem 43-Jährigen endgültig beendet.

Darauf tauchte der mit einer Pistole bewaffnete Mann am 29. April in ihrer Wohnung auf und soll die Frau erschossen haben.

Zum Zeitpunkt der Tat hielt sich neben der Frau auch deren 13-jährige Tochter sowie ein Nachbar in der Wohnung auf. In Gegenwart der beiden soll er der 35-Jährigen zunächst in den Oberschenkel und dann in den Kopf geschossen haben.

Angeklagter wird sich schuldig bekennen

Laut seinem Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger kann sich der Beschuldigte aufgrund seiner Alkoholisierung an die Tat nicht mehr erinnern. Er werde sich bei der Verhandlung schuldig bekennen, jedoch habe er die Tat „im Zustand voller Berauschung“ begangen und sei deshalb nicht schuldfähig. Die Bluttat „tut ihm furchtbar leid“, sagte der Anwalt.

Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt, da sollte ein Urteil ergehen. Der Angeklagte hatte es vor der inkriminierten Tat zu einiger unrühmlicher Berühmtheit gebracht, indem er einen Rechtsstreit mit der Grünen Klubobfrau Sigrid Maurer angezettelt hat.

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