Symbolbild

┬ę BMI/Gerd Pachauer

Chronik Wien
11/20/2020

Mindestens 60 Personen: Wiener Akademikerbund traf sich trotz Lockdowns

Teilnehmer trugen kaum Masken, hielten kaum Abstand: Polizeieinsatz und mehrere Anzeigen.

von Michaela Reibenwein

Der Lockdown trifft nicht ├╝berall auf Akzeptanz: Donnerstagabend musste die Polizei in die Schl├Âsselgasse in Wien-Josefstadt ausr├╝cken. Der Grund: Der Wiener Akademikerbund (laut Eigendefinition ├ľsterreichs ├Ąlteste konservative Denkfabrik) hatte sich zur au├čerordentlichen Generalversammlung getroffen.

60 bis 70 Personen befanden sich in den Kellerr├Ąumen. Vermutlich ein Hausbewohner informierte die Polizei, die vor├╝bergehend sogar die Stra├če sperrte. ÔÇ×Die angetroffenen Personen befanden sich auf engstem Raum ohne Mund-Nasen-SchutzÔÇť, hei├čt es dazu von Seiten der Wiener Polizei. Nach Eintreffen der Polizei sollen die Anwesenden erkl├Ąrt haben: "Wir machen mit unserem Treffen weiter" - und sollen die T├╝re versperrt haben. Das brachte ihnen allerdings nichts. Es wurden mehrere Anzeigen nach dem Covid 19-Ma├čnahmengesetz und dem Veranstaltungsgesetz erstattet.

"Hatten dringliche Dinge zu beratschlagen"

Christian Zeitz vom Wiener Akademikerbund best├Ątigt das Treffen. ÔÇ×Wir hatten dringliche Dinge zu beratschlagenÔÇť, erkl├Ąrt er. Und zwar betreffend der Corona-Ma├čnahmen. ÔÇ×Im Hinblick auf das Corona-Regime muss man aktiv gegen die Regierung auftreten.ÔÇť
Die Versammlung habe bis zum Schluss durchgef├╝hrt werden k├Ânnen, weitere (auch w├Ąhrend des Lockdowns) will er nicht ausschlie├čen.

Insgesamt 608 Anzeigen und Organmandate nach dem Covid 19-Ma├čnahmengesetz und dem Epidemiegesetz wurden von 17. bis 19. November von der Polizei ausgestellt. In Wien waren es allein am Donnerstag (dem Tag der Veranstaltung) in Wien 26.

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