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Chronik Wien
09/20/2021

Wien verschiebt ab sofort wieder planbare Operationen

Aktuell sind in Wien 17 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Am Dienstag fällt die Entscheidung über mögliche strengere Coronaregeln.

von Laura Schrettl

In Wien wird heute, Dienstag, über die Coronamaßnahmen für den Herbst entschieden. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) berät sich wieder mit einem Team aus Fachleuten. Dass er anschließend weitere Verschärfungen verkündet, gilt als nicht ausgeschlossen. In Wien sind die Regeln allerdings bereits jetzt strenger.

Ludwig bespricht sich am Vormittag mit rund einem Dutzend Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege oder auch Prognostik, um sich über die aktuelle Lage bzw. mögliche Entwicklungen zu informieren. Zu Mittag dürfte es dann ein Statement des Stadtchefs geben. Die Beratungen finden vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen statt, die inzwischen auch in den Spitälern wieder mit Sorge betrachtet werden. 

In Wien gelten bereits jetzt strengere Regeln als in den anderen Bundesländern. So ist etwa in allen Geschäften eine Maske Vorschrift, allerdings reicht für Geimpfte und Genesene ein einfacher Mund-Nasen-Schutz. Die selben Regeln gelten in Museen, Bibliotheken und Büchereien. PCR-Tests sind in Wien zudem inzwischen nur mehr 48 und nicht mehr 72 Stunden gültig.

Operationen werden bereits verschoben

Die Zahl der Corona-Patienten in Wiens Spitälern steigt weiter an. Aufgrund der hohen Auslastung ist ab heute Stufe 5 des Wiener Stufenplans in den Intensivstationen erreicht. 

In den Krankenhäusern werden damit planbare Operationen bereits zum Teil verschoben. Dies geschehe nach Absprache mit Patienten, wie ein Sprecher der APA am Montag erläuterte. Dramatisch sei die Situation noch nicht, wie betont wird. Es sei keinesfalls so, dass dringende OPs in großer Zahl verschoben werden müssten. Gemäß geltendem Stufenplan wurden jedoch bereits auch wieder die Ordens- bzw. Privatspitäler einbezogen. Diese öffneten etwa erneut Covid-Stationen.

17 Prozent Covid-Patienten

Konkret geht es um planbare Eingriffe (wie beispielsweise eine Hüft-OP), die entweder verschoben oder in private Spitäler verlagert werden müssen.

Derzeit (Stand Montag) sind 295 Betten mit Corona-Patienten in Wiener Spitälern belegt, 85 davon müssen auf Intensivstationen behandelt werden (das sind 17 Prozent aller verfügbaren ICU-Betten). Stufe 5 gilt bis 139 belegte Betten auf der Intensivstation. Bei den Normalbetten gilt aktuell Stufe 3 (bis 299 Betten). 

Erklärung: Die Grafik zeigt den bundesweiten Stufenplan. Seit vergangenen Mittwoch gilt in Österreich Stufe 1 (zehn Prozent Bettenbelegung). 

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