© dpa Kay Nietfeld

Chronik Wien
09/17/2012

Wien Energie: Wettbewerb soll Preise senken

Einkäufe auf dem Spotmarkt sollen die Gasrechnung reduzieren, konkurrenzfähiger Preis für Strom soll Kunden anlocken.

von Franz Jandrasits

Atom, AKW, dpa/Kay NietfeldFahnen mit der Aufschrift "Atomk? Nein ein danke" sind am Sag (26.03.2011) in Hamburg beg bei einer Demonstration für die sofortige Abschaltung von Atomkraftwerken zu sehen. Weitere große Anti-Demo-Demos finden zeitgleich in

Deutschland will bis Ende 2022 den letzten Atommeiler vom Netz nehmen. Mit breiter Mehrheit hatte der Deutsche Bundestag im Juni des Vorjahres den Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie beschlossen. Aufgrund von Versorgungsengpässen in Zusammenhang mit der Energiewende – Österreich halt im vergangenen Winter mit Strom aus – droht die Bundesregierung nun Betreibern, die ihre Gas- oder Kohlekraftwerke in Kürze vom Netz nehmen wollen, mit einem vorübergehenden Abschalt-Verbot. Anderfalls könne für den Winter eine Versorgungslücke von mehreren hundert Megawatt drohen.(Bild: Kernkraftwerk Isar 2.)

Japan: Eineinhalb Jahre nach der Katastrophe von Fukushima zieht Japan Konsequenzen und plant den Atomausstieg. Bis 2040 sollen die rund 50 Kernkraftwerke vom Netz gehen und es dürfen auch keine neuen mehr gebaut werden. Derzeit sind nur zwei der 54 Reaktoren in Betrieb. Bestehende Reaktoren, die die neue Regulierungsbehörde für sicher hält, sollen jedoch wieder hochgefahren und bis zum Ende der Abschaltefrist betrieben werden können. Nach spätestens 40 Jahren Betriebsdauer sollen alle AKW vom Netz gehen.

Atom, AKW, APA/HELMUT FOHRINGERAPA3772089-2 - 16032011 - ZWENTENDORF - ÖSTERREIU APZU APA-TEXT CA - THEMENBILD:223;enansicht des Atomkraftkraftwerkes Zwentendorf aufgenommen am 1. Oktober 2008. Die weitere Nutzung der Kernenergie wird nach der Erdbeben/

Die Schweiz produziert noch 40 Prozent ihres Stroms in fünf AKW, will aber langfristig aus der Atomkraft aussteigen. Nach Laufzeiten von 50 Jahren soll 2019 der erste Meiler vom Netz gehen, 2034 der letzte.(Bild: Der Spanier Igor Anton fährt im Zuge der Tour des Suisse am AKW Leibstadt vorbei.)

Italien hat seit Jahrzehnten keine Atomkraftwerke. Nach der Katastrophe von Tschernobyl (Bild) entschieden sich die Bürger 1987 in einem Referendum für den Ausstieg. Vor drei Jahren kündigte Regierungschef Silvio Berlusconi an, wieder in die Kernkraft investieren zu wollen, legte sein Vorhaben nach dem Gau von Fukushima aber auf Eis. Zuletzt sprachen sich rund 94,5 Prozent der Italiener in einem weiteren Referendum gegen neue Meiler aus.

In Litauen entscheiden im Oktober die Bürger über den Bau eines neuen Atomkraftwerks. Der geplante Reaktor mit 1300 Megawatt soll bis 2022 ans Netz gehen. Im Mai war eine klare Mehrheit der Bevölkerung laut einer Meinungsumfrage gegen das Projekt.(Bild: AKW Ignalina.)

In Spanien verfolgt die Regierung seit Jahren die Linie eines schrittweisen Atomausstiegs. Es sollen keinen neuen AKW gebaut und die bestehenden nach 40 Jahren Betriebszeit abgeschaltet werden.(Bild: Atommeiler im spanischen Asco.)

Dänemark hatte 1985 endgültig entschieden, keine eigenen Atomkraftwerke zu bauen. Allerdings gibt es Streit um ein Endlager für Nuklearabfall aus drei kleinen, stillgelegten Versuchsreaktoren.

Belgien: Atomkraft ist mit 54 Prozent die Hauptquelle für Strom. 2003 wurde beschlossen, 2015 mit dem Ausstieg zu beginnen. Bis 2025 sollen alle Reaktoren vom Netz sein. Weil ein Reaktorblock des AKW Doel bei Antwerpen kürzlich wegen möglicher Risse im Reaktorbehälter abgeschaltet wurde, ist allerdings offen, ob der Stufenplan geändert werden muss.(Bild: Atomkraftwerk Doel nahe Antwerpen.)

Frankreich produziert mit 58 Reaktoren gut drei Viertel seines Stroms und ist der größte Atomstromproduzent Europas. Atomenergie gilt in dem im Land als wenig umstritten. Präsident Francois Hollande hat zugesagt, den Anteil des Atomstroms bis 2025 auf 50 Prozent zu reduzieren. Das immer wieder von Pannen betroffene AKW Fessenheim an der Grenze zu Deutschland wird Ende 2016 endgültig abgeschaltet, gab Hollande am Freitag (14.09) bekannt.(Bild: AKW Cattenom.)

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