Chronik | Wien
04/16/2019

Welterbe für Otto-Wagner-Areal: ÖVP erhöht Druck auf Ludwig

Ergebnis einer ausführlichen Begutachtung wird laut Blümel im Herbst 2019 vorliegen.

In Sachen Welterbe-Status für das Otto-Wagner-Areal nimmt nun die ÖVP Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in die Pflicht. „Er muss aktiv werden und zeigen, dass ihm die Erhaltung des Areals wichtig ist“, sagt Stadtrat Markus Wölbitsch.

Wie der KURIER berichtete, hat das Spitalsgelände im 14. Bezirk laut österreichischer UNESCO-Kommission das Potenzial, eine Welterbe-Stätte zu werden. „Damit sind wir der langfristigen Erhaltung des einzigartigen Jugendstil-Ensembles einen wichtigen Schritt näher gekommen“, sagt Wiens ÖVP-Chef und Kulturminister Gernot Blümel. „Das Otto-Wagner-Areal ist einzigartig und daher besonders schützenswert. Wir müssen ihm jenen Rang einräumen, den es verdient hat.“

Laut ÖVP-Chef Blümel hat man beim Denkmalbeirat ICOMOS International bereis einen Prozess initiiert, bei dem das Areal einer ausführlichen Begutachtung unterzogen wird. Der Bericht soll im Herbst 2019 vorliegen.

Wie bereits vor wenigen Monaten verweist das Büro Ludwig darauf, dass schon 2010 bei einer Prüfung ein solches Vorhaben abschlägig bewertet worden sei. „Die Stadt Wien steht einer neuerlichen Diskussion offen gegenüber“, sagt ein Sprecher. „Bis dato wurden allerdings keine Vorschläge herangetragen und es fanden auch keinerlei Gespräche dazu statt.“