Chronik | Wien
04.01.2019

Weihnachtsschmuck zum Heizen: Christbaum vor Wiener Rathaus gefällt

28 Meter hohe Fichte aus Kärnten liefert bald Fernwärme und Strom. Aufbauarbeiten für Eistraum starten.

Der Christbaum vor dem Wiener Rathaus ist Geschichte: Kurz nach 9.00 Uhr am Freitag hieß es "Baum fällt" und die 28 Meter hohe Fichte aus Kärnten krachte auf den abgesperrten Bereich am Platz. "Diesem Baum geht es wie allen anderen Wiener Christbäumen: Er wird verbrannt", sagte der stellvertretende Leiter des Forstamts der Stadt Wien, Herbert Weidinger, zur APA.

Denn die ausgedienten Weihnachtsbäume werden in Wien thermisch verwertet. Im vergangenen Jahr wurden 757 Tonnen bzw. 173.000 Christbäume an den 534 Sammelstellen abgegeben. Die daraus produzierte Energie reicht aus, um einen Monat lang etwa 1.000 Haushalte mit Strom und 2.500 Haushalte mit Fernwärme zu versorgen.

Bevor der bekannteste Wiener Christbaum den Weg zur Müllverbrennungsanlage antreten konnte, entfernten Mitarbeiter der MA 49 (Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien) die Lichterketten und zerkleinerten den Baum. Sobald die Fichte abtransportiert ist, wird mit den Aufbauarbeiten für den Wiener Eistraum begonnen, der ab 18. Jänner erstmals auf zwei Ebenen zum Schlittschuhlaufen einlädt.

 

Eine Woche länger bleibt der Christbaum vor dem Schloss Schönbrunn erhalten. Die 18 Meter hohe Salzburger Fichte wird erst kommenden Freitag gefällt und an die Elefanten des Tiergartens verfüttert.