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Chronik Wien
07/02/2019

Waldbrandgefahr: Ab sofort Grillverbot in Wien

Ab sofort darf an allen öffentlichen Grillplätzen kein Feuer mehr entfacht werden. Zumindest bis zum nächsten großen Regen.

Seit Tagen hat es in Wien 30 Grad, die Wälder und Wiesen sind ausgetrocknet. "Die Regenschauer der vergangenen Stunden haben leider nicht ausgereicht, um die Situation zu entschärfen", heißt es in einer Aussendung der MA 49 (Forst- und Landwirtschaftsbetrieb). Aufgrund möglicher Waldbrandgefahr wird daher ab sofort ein Grillverbot für alle öffentlichen Grillplätze in der Stadt verhängt. Es gilt bis auf Weiteres und wird erst bei nachhaltigen Regenschauern wieder aufgehoben.

Konkret ist „das Rauchen, das Hantieren mit offenem Feuer und Licht sowie jegliches Feuerentzünden im Wald und dessen Gefährdungsbereich im Gebiet der Stadt Wien“ verboten. Das Grillen in privaten Gärten außerhalb des Gefährdungsbereiches des Waldes ist gestattet. Die Stadt Wien mahnt aber angesichts der Hitze und der Trockenheit bei Grillen im Freien zu besonderer Vorsicht.

Kontrollen

Die Grillplätze und Grillzonen im Donauinselbereich werden von der Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) streng kontrolliert und die Grillplätze in Wienerwald-nahen Gebieten von Mitarbeitern der MA 49. Im Draschepark in Wien-Liesing achten die Wiener Stadtgärten (MA 42) auf die Einhaltung des Grillverbots. Überall unterstützen die Grillplatzmeister die Kontrolle.

Bei Zuwiderhandeln drohen im schlimmsten Fall übrigens drakonische Strafen. Im Wiederholungsfall laut Forstgesetz sogar bis zu 7270 Euro oder Haftstrafen von bis zu vier Wochen. Eine solche Strafe wurde in Wien allerdings noch nie ausgesprochen.