© Birgit Seiser

Chronik Wien
09/29/2020

Umweltaktivisten legten Gürtel lahm

Einige Demonstranten wurden von Polizei weggetragen. Dann löste sich Demo auf.

von Michaela Reibenwein, Birgit Seiser

Zu massiven Verkehrsbehinderungen kam es Dienstagabend in Wien. Grund: Eine Sitzblockade von Umweltaktivisten am Wiener Gürtel.

Gegen 18.00 Uhr besetzten die Aktivisten von Extinction Rebellion die Fahrbahn im Bereich Neubaugürtel/Stollgasse/Mariahilfergürtel. Es soll sich laut Angaben der Polizei um 50 bis 80 Personen handeln. Die Aktivisten selbst sprechen von 100 Teilnehmern. Die Sitzblockade war nicht angemeldet. Im Lauf der Blockade trafen immer mehr Beamte ein - zuletzt dürften rund 100 Polizisten vor Ort sein. Gegen 19.45 Uhr begann die Polizei mit der Räumung. Die ersten Aktivisten wurden weggetragen. Doch es dürfte sich nicht um mehr als drei oder vier Personen gehandelt haben. Nach mehrmaliger Aufforderung der Polizei verließen gegen 20 Uhr auch die restlichen Demonstranten die Straße.


 

Bei den Aktivisten handelt es sich um dieselben, die sich schon am Michaelerplatz mit einem Camp niedergelassen hatten. Dienstagfrüh wurden allerdings ihre Zelte von der Polizei abgeräumt.  Im Zuge der Aktion "Bienenschwarm" übersiedelten sie nun auf den Gürtel. "Die Politik hat während und nach dem Lockdown die Chance verspielt, den notwendigen Wandel zu gestalten", sagt Aktivist Niklas Niskate.

"Wir lassen uns nicht einschüchtern", richten die Aktivisten aus. "Wir setzen weiterhin auf zivilen Ungehorsam."

Weitere Aktionen dürften in den kommenden Tagen geplant sein.

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