Chronik | Wien
13.09.2018

Trotz sommerlicher Temperaturen: Badeschluss in Wiener Bädern

Am 16. September beenden die öffentlichen Bäder der Stadt Wien die Saison. Zu rütteln ist an diesem Datum nichts mehr.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und damit auch die Badesaison. Im Kongressbad des 16. Wiener Bezirks waren diesen Dienstag dank der warmen Temperaturen noch einige letzte Badegäste anzutreffen.

Einer davon, Erich, genießt den Spätsommertag entspannt auf einer blauen Liege. Bereits als Jugendlicher kam er oft her. Heute hat er eine Saisonkarte und ruht sich fast täglich nach dem Sport im Bad aus. Die überdurchschnittliche Hitze dieses Jahr hat ihm nicht viel ausgemacht.

Bereits im April wurde die 30-Grad-Marke zweimal geknackt. Betriebsbademeister Hermann Wiedner und Stellvertreter Wolfgang Brunner sehen im diesjährigen Sommer dennoch wenig Besonderheit: „Weil‘ so heiß ist, glaubt jeder die Leute haben das Bad gestürmt aber das war nicht so.“ Verglichen mit der besten Saison 2011 kamen dieses Jahr sogar etwa 50.000 Menschen weniger. Insgesamt waren knapp 280.000 Menschen da. Zum Vergleich: Für das privat geführte Schönbrunner Bad war 2018 die bisher stärkste Saison.

Offizieller Badeschluss war hier bereits letztes Wochenende, um mit Renovierungsarbeiten zu beginnen. Auf Nachfrage, ob die Wiener Bäder auf Grund der anhaltenden Hitze bis in den Spät-September doch noch länger geöffnet bleiben, stellen die Betriebsbademeister klar, der 16. September steht fest, egal welches Wetter noch kommt. 

Nach der Weltreise

Auf der großen Wiese beim Sportbecken erholen sich Trixi und Helmut gerade von einer 14-monatigen Weltreise. Den ersten Tag zurück zuhause wollen sie vor allem mit Schwimmen verbringen. „Man kann da schön seine Längen schwimmen!“, lobt Helmut eines der wenigen 50-Meter-Becken in Wien.Trixi verbindet mit dem Kongressbad in erster Linie ihre Kindheit. Aufgewachsen in Sandleiten erinnert sie sich an das alte 100-Meter-Becken und den 10-Meter-Sprungturm.

Schülerin Laura geht normalerweise zur Alten Donau schwimmen. Heute ist sie mit der Schule da, die den Schwimmunterricht ins Kongressbad verlagert hat. Mitschwimmen darf Laura heute nicht, weil sie verkühlt ist. Den diesjährigen Sommer empfand sie als „heißer als sonst aber erträglich.“

Das sommerliche Wetter setzt sich bis auf Weiteres fort. Am Freitag sorgt ein Tiefausläufer zwar vorübergehend für unbeständiges und etwas kühleres Wetter, laut den Experten von UBIMET stellt sich kommende Woche aber neuerlich Hochdruckeinfluss ein. Kommende Woche dominiert dann verbreitet der Sonnenschein und die Temperaturen liegen bei spätsommerlichen 23 bis 29 Grad.

von Yvonne Bargl