Schädelbasisbruch nach Attacke auf homosexuelles Paar: Verdächtige ausgeforscht
Das homosexuelle Paar wurde von Jugendlichen beschimpft und brutal attackiert.
Die Tat liegt zwar schon ein Jahr zurück, aber Beamte des Ottakringer Kriminalreferats haben sechs Verdächtige nach einer Attacke auf ein homosexuelles Pärchen ausgeforscht, wie die Polizei Wien am Mittwoch berichtete.
Im April 2025 waren ein 28-Jähriger und sein Partner von einer Gruppe Jugendlicher homophob beleidigt worden. Die Teenager umzingelten das Paar, ein 16-Jähriger soll dem 28-Jährigen gegen den Kopf getreten und ihn schwer verletzt haben.
Der Mann landete mit einem Schädelbasisbruch wochenlang im Spital. Die beiden Männer waren demnach bereits in der U3 von den Burschen angepöbelt worden. Als sie in Ottakring ausstiegen, wurden sie von der Gruppe bis in die Arnethgasse verfolgt, wo zumindest ein Bursche den damals 28-Jährigen auch physisch attackierte. Erster Anhaltspunkt für die Ermittler waren Videoüberwachungsaufnahmen der Wiener Linien.
"Bei Ermittlungen sehr hartnäckig geblieben"
Der aktführende Beamte sei daraufhin "sehr hartnäckig geblieben" und habe immer wieder Personen zur Einvernahme geladen, bis die Verdächtigen ihm namentlich bekannt wurden, erklärte Polizeisprecherin Julia Schick gegenüber der APA.
Zwei der Beteiligten sollen gegenüber der Polizei geständig gewesen sein. Alle sechs wurden auf freiem Fuß wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung angezeigt. Bei den Verdächtigen handelt es sich um drei Serben, einen Kroaten und zwei Österreicher. Sie waren damals im Alter zwischen 16 und 17 Jahren. Insbesondere der hauptverdächtige 16-jährige Serbe hätte um die Gefährlichkeit des Fußtritts wissen müssen, sagte Schick, da er einen Kampfsport ausübe.
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