Chronik | Wien
03.08.2018

"Schwarzes Schaf" - Aufregung um Plakatkampagne der Wiener Linien

Kritiker werfen den Wiener Linien Rassismus vor, die wehren sich gegen die Vorwürfe.

„Alle Fahrgäste machen die U-Bahn schöner. Nur nicht Rudi, der isst Döner“ - so der Slogan auf dem Plakat, das die Fahrgäste darauf hinweisen soll, keine penetrant riechenden Lebensmittel in den Verkehrsmitteln zu verzehren.

Vor allem in den sozialen Netzwerken gehen nun die Wogen hoch. Kritiker konstatieren, dass mit einem schwarzen Schaf, das noch dazu einen Döner verspeist, rassistische Klischees bedient werden. Der Klubobmann der Grünen, David Ellensohn, beispielsweise erklärt via Twitter, dass dieses Plakat "voll daneben" sei.

Bei den Wiener Linien sieht man das freilich anders. „Für die Wiener Linien ist es ganz egal, wer mit uns fährt, unabhängig von Hautfarbe, sexueller Orientierung, Religion und Co. - bei uns sind alle willkommen. Im Gegenzug gelten aber auch für alle dieselben Regeln: Respekt und Rücksichtnahme“, so die Reaktion der Wiener Linien auf orf.at. Außerdem würden die Reaktionen der Fahrgäste zeigen, dass es wichtig sei, dass diese Thematik angesprochen wird.

Des weiteren distanziert man sich bei den Wiener Linien von den Inhalten der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei, die für ihre Anti-Ausländer-Kampagne ebenfalls ein schwarzes Schaf plakatiert hatte.