SPÖ-Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.

© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Wien
10/09/2020

Rot-grünes Duell um den Chefin-Sessel am Alsergrund

SPÖ und Grüne rittern im 9. Bezirk um Platz 1. Für Bezirkschefin Saya Ahmad ist es die erste Wahl.

von Bernhard Ichner

Die Stimmenmehrheit am Alsergrund zu erlangen, ist für die SPÖ keine „g’mahte Wiesn“. Seit 1946 ist der Bezirk heiß umkämpft – sechs Mal stellte die SPÖ den Bezirksvorsteher, fünf Mal die ÖVP. Die aktuelle Bezirkschefin Saya Ahmad (SPÖ), die erstmals zur Wahl antritt, hat aber vor allem eine starke grüne Konkurrenz (siehe Grafik).

Punkto Programm setzt Ahmad allen voran auf Bürgerbeteiligung. Nach der Wahl werde sie ebenso auf die Bezirksbewohner zugehen, um sich deren Sorgen und Wünsche anzuhören, wie davor, verspricht sie. Das schließe auch Kinder mit ein, denen der Bezirk bei Infrastrukturprojekten Mitsprache einräume.

Zudem ist leistbares Wohnen ein Thema. Kurzzeitwohnen ist Ahmad dagegen ein Dorn im Auge – zumal am Alsergrund mehr als 800 Zimmer bzw. Wohnungen allein von Airbnb vermittelt werden. Buchungsplattformen wie dieser sagt die SPÖ daher den Kampf an.

Wohnzimmeratmosphäre

Die Grünen, für die Monika Momo Kreutz ins Rennen geht, stört eher der Durchzugsverkehr im Bezirk. Auf öffentlichen Plätzen wünschen sie sich in puncto Aufenthaltsqualität Wohnzimmeratmosphäre. Und kleine Betriebe im Grätzel will man stärken.

Die FPÖ tritt mit Spitzenkandidat Gregor Amhof, Bruder von Bezirksparteichef Nikolaus Amhof, an. Er fordert für die Hörlgasse den Erhalt von drei Fahrspuren für Kfz sowie Tempo 40. Den Treppelweg am Donaukanal würden die Blauen gern „Sisi-Promenade“ taufen.

Elisabeth Fuchs von der ÖVP ist vor allem die Aufwertung des Julius-Tandler-Platzes sowie eine Anrainerbefragung zur geplanten Fußgängerzone in der Servitengasse wichtig.

Und Neos-Kandidat Rudolf Mayrhofer-Grünbühel plädiert für Bürgerbeteiligung beim U5-Bau, Leerstandsmanagement sowie mehr Transparenz in der Bezirkspolitik.

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