Quester mein Bester: Nach Insolvenz Ausverkauf im Internet
"Quester mein Bester" war einer der bekannten Werbeslogans des Baustoffhändlers. Mit dem ist es allerdings im Vorjahr nicht mehr zum Besten gestanden. Das Unternehmen ist in die Insolvenz geschlittert, über 55 Millionen Euro an offenen Forderungen wurden angemeldet.
Das Unternehmen muss mangels positiver Fortführungsprognose schließen, die letzten Filialen müssen bis April geräumt werden. So bitter das für das Unternehmen ist, so erfreut sind Baustoffmarkt-Kunden über die Möglichkeit, auf diesem Weg das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern.
Allerdings werden dafür nicht die 18 Baummärkte in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten wieder für Schnäppchenjäger geöffnet. Der Verkauft findet im Auftrag des Insolvenzverwalters im Internet auf der Plattform das Auktionshauses Aurena statt.
15.000 Positionen
Zu finden ist übrigens auch die Ausstattung der Firmenzentrale in der Heiligenstädterstraße in Wien. Insgesamt ist mit mehr als 15.000 Positionen zu rechnen, die Versteigerung soll innerhalb von elf Wochen abgeschlossen sein, heißt es auf der Aurena-Website.
Das Quester-Werbeschild gibt es etwa um 100 Euro, eine Palette (durchgehärteter) Zement wird um einen Euro feilgeboten. Falls jemand etwas zu verbergen hat, ist jetzt die beste Gelgenheit, bei der Auktion zuzuschlagen: Ein Aktenvernichter ist dort um 9 Euro zu haben. Ebenso sind Haustüren, (400 Euro), eine Küchenzeile (100 Euro) oder acht Laufmeter Schwerlastregal um 40 Euro zu bekommen.
Ein Renner scheint dabei das Baustahlgitter zu sein. Bei einem Rufpreis von 700 Euro für 70 Stück 6 mal 2,4 Meter wurden bereits 20 Gebote abgegeben, derzeit werden 2.100 Euro dafür geboten, 115 Stück sind für 3.500 Euro derzeit noch zu haben.
Wofür man sich mit einem Höchstgebot von derzeit 20 Euro den Zuschlag holen kann, ist nicht der Auktionshammer, sondern zwei Stück Steinschlegel.
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