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Chronik Wien
03/04/2019

"Prachtboulevard" Praterstraße: Erste Ergebnisse im Frühjahr

Die notwendige Sanierung wird zum Anlass für eine Neugestaltung der Praterstraße. Mit den Umbauarbeiten soll 2020 begonnen werden.

Mit dem Umbau der Wiener Praterstraße wird es ernst. Unter Einbindung der ansässigen Wirtschaft und der Bevölkerung starten die Stadt und der zweite Bezirk den Planungsprozess für die Neugestaltung der Achse zwischen Donaukanal und Praterstern, hieß es in einer Aussendung der Wiener Grünen am Montag. Im Frühjahr werden die Ergebnisse präsentiert. Mit den Umbauarbeiten soll 2020 begonnen werden.

Prachtstraße

Die notwendige Sanierung der Praterstraße werde zum Anlass genommen, die Neugestaltung zu konkretisieren, hieß es in der Aussendung. Ziel sei unter anderem eine Modernisierung des Radwegs und eine Erhöhung der Verkehrssicherheit. "Die Praterstraße ist einer der prächtigsten Boulevards der Stadt, nur bekommt das derzeit fast niemand mit. Jetzt haben wir die einmalige Chance, dies zu ändern", stellte die Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt, Uschi Lichtenegger (Grüne), fest.

Mehr Lebensqualität

"Mit der Neugestaltung wollen wir gemeinsam mit der Bevölkerung Verbesserungen für Fußgänger, aber auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer erreichen: Mehr Platz, mehr Sitzgelegenheiten, mehr Grün, bessere Querungsmöglichkeiten, weniger Konflikte mit dem Radverkehr, sind nur einige der Wünsche der Bürger, die an uns herangetragen worden sind", berichtete Lichtenegger. "Bei der Planung wird es darum gehen, möglichst viele Wünsche der hier lebenden Menschen in Einklang zu bringen und umzusetzen," versprach auch die stellvertretende Bezirksvorsteherin Astrid Rompolt (SPÖ).

Fahrbahnverkleinerung umstritten

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Bürgerveranstaltungen und Untersuchungen rund um eine Attraktivierung der Praterstraße durchgeführt. Im Sommer hatte Lichtenegger eine Verkehrsberuhigung angekündigt. Ihr Vorschlag, die Fahrbahn zugunsten eines breiteren Radwegs zu verkleinern, war bei ÖVP, FPÖ und ÖAMTC auf Ablehnung gestoßen, die SPÖ wollte die Ergebnisse der entsprechenden Verkehrsstudie abwarten.