NS-Geschichte: Jugendliche Peer Guides für Grätzelführungen gesucht

Wer waren die „Nachbar*innen im Nationalsozialismus“? Das wird im Projekt "In meinem Block" von Jugendlichen erarbeitet.
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Im eigenen Grätzel kennt man jedes Haustor und jede Straßenecke. Man kennt die Gesichter und den einen oder anderen Nachbarn. Doch wer hat früher hier gelebt – und welche Geschichten verbergen sich hinter den vertrauten Häuserfassaden?

Diese Frage steht im Zentrum des außerschulischen Bildungsprojekts „In meinem Block“ des Gedenkdienst-Vereins. Schwerpunkt sind die Geschichten von Kindern, Jugendlichen und Familien aus Rudolfsheim-Fünfhaus während der Zeit des Nationalsozialismus.

Dafür werden derzeit Jugendliche von 14 bis 18 Jahren gesucht, die Geschichte vor ihrer eigenen Haustür einmal anders kennenlernen – und diese dann auch anderen näherbringen wollen. Gemeinsam soll so erforscht und vermittelt werden, wie Ausgrenzung, Verfolgung und Anpassung damals den Alltag junger Menschen prägte.

Geschichte neu entdecken

In einer dreitägigen Ausbildung lernen die Peer Guides Biografien und Orte aus Rudolfsheim-Fünfhaus kennen und entscheiden mit, welche Geschichten erzählt werden. Diese Geschichten geben sie dann bei Rundgängen an andere Personen weiter – das können Freundinnen und Freunde sein oder auch die eigene Klasse. Für die Grätzelführungen erhalten die Peer Guides eine Vergütung von 25 Euro pro Stunde.

Bis 28. Februar können sich Jugendliche, die an Geschichte, Erinnerungskultur, Menschenrechten und Demokratie interessiert sind, unter katharina.wurzinger@gedenkdienst.at anmelden.

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