Zu viele Autos, zu wenig Platz in Jedlesee
Zusammenfassung
- Anwohner im 21. Bezirk klagen über Parkplatzmangel, besonders abends rund um den Karl-Seitz-Hof.
- Bis zu 30 Prozent der Parkplätze sollen künftig exklusiv für Fahrzeuge mit Floridsdorfer Parkpickerl reserviert werden, abhängig von einer Auslastungserhebung.
- Betriebsfahrzeuge mit Wien-weitem Parkpickerl verschärfen laut SPÖ das Problem, Entscheidung über Anrainerparken steht noch aus.
Endloses Parkplatzsuchen prägt für viele Bewohner des 21. Bezirks den Alltag – besonders am Abend, wenn sie nach Hause kommen. Betroffen ist vor allem das Gebiet rund um den Karl-Seitz-Hof in Jedlesee.
Das Modell sieht vor, dass bis zu 30 Prozent der Stellplätze im betroffenen Gebiet rund um die Uhr ausschließlich für Fahrzeuge mit Floridsdorfer Parkpickerl reserviert werden.
Auslastungserhebung muss durchgeführt werden
Bevor dieser Vorschlag umgesetzt werden kann, muss jedoch die zuständige Verkehrsbehörde MA 46 eine Auslastungserhebung durchführen. Voraussetzung dafür ist, dass bei den Zählungen mindestens 90 Prozent des verfügbaren Parkraums belegt sind. Wird dieser Wert erreicht oder überschritten, könnten Teile der Stellplätze künftig exklusiv für Anrainer reserviert werden. Nach einer Einführungsphase ist zudem eine Evaluierung nach einem Jahr vorgesehen.
Problem sind Betriebsfahrzeuge
Die Parkplatzsituation habe sich laut SPÖ in den vergangenen Jahren zunehmend zugespitzt. Während das flächendeckende Parkpickerl im Jahr 2022 zunächst für Entlastung sorgte, sei mittlerweile ein neues Problem entstanden. Laut SPÖ würden vor allem Betriebsfahrzeuge mit Wien-weitem Parkpickerl verstärkt in Wohngebiete wie Jedlesee ausweichen und dort dauerhaft Stellplätze belegen.
„Es kann nicht sein, dass überlange Lieferwägen den Anrainern den dringend benötigten Parkraum wegnehmen“, sagt Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ). Ob und wann das Anrainerparken umgesetzt wird, hängt von der Auslastungserhebung sowie den politischen Entscheidungen ab.
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